Afrikaner in der Bundesliga – Teil 2

djakpaDie Bundesliga steht in den Startlöchern! Lesen Sie weiter, welche afrikanischen Spieler zurzeit in der Bundesliga aktiv sind.

Kevin-Prince Boateng (28 Jahre, Ghana, FC Schalke 04): Als gefeierter Star wechselte Boateng 2013 vom AC Mailand in den Ruhrpott. Langfristig durchsetzen konnte er sich bei den Knappen jedoch nicht. Die fehlende Einstellung und ein unprofessionelles Verhalten sorgten schließlich dafür, dass er zum Ende der letzten Saison suspendiert wurde. Der FC Schalke will Boateng nun verkaufen, findet aber momentan keinen Abnehmer. Ein zu großer Risikofaktor ist Boateng für zahlreiche Vereine. Dabei sind seine fußballerischen Fähigkeiten herausragend. Zudem befindet er sich im besten Fußballalter.

Ibrahima Traore (27 Jahre, Guinea, Borussia Mönchengladbach): Auf den stark besetzten Flügeln der Gladbacher konnte sich Traore nicht als Stammspieler durchsetzen. Doch für einen Überraschungsmoment ist Traore mit seiner enormen Schnelligkeit und Dribbelstärke immer gut. Trainer Lucien Favre wird ihn wohl auch in Zukunft nur als Offensiv-Joker bringen. Für Guinea spielte Traore einen überragenden Afrika-Cup und war der gefährlichste Spieler der Westafrikaner.

Constant Djakpa (28 Jahre, Elfenbeinküste, Eintracht Frankfurt): Fast die gesamte letzte Saison verpasste Djakpa aufgrund eines Kreuzbandrisses. Lediglich sechs Spiele bestritt der Ivorer für die Frankfurter Eintracht. Nun muss der Linksverteidiger Geduld bewahren, denn nach so einer langen Verletzung ist es enorm schwer, seine alte Form wiederzufinden. Wünschen wir ihm das Beste!

Salomon Kalou (29 Jahre, Elfenbeinküste, Hertha BSC Berlin): Als Salomon Kalou in der letzten Saison zur Hertha wechselte, waren die Hoffnungen groß. Immerhin kam ein Spieler, der jahrelang beim FC Chelsea spielte, viel Erfahrung in der Champions League gesammelt hatte und zuletzt in Frankreich beim OSC Lille ordentlich traf. Doch in der Bundesliga konnte er die hohen Erwartungen nicht erfüllen. Lediglich sechs Treffer erzielte der Ivorer und wurde von vielen Seiten scharf kritisiert. Doch vielleicht brauchte er Zeit, um sich an sein neues Umfeld zu gewöhnen und wird nun umso wertvoller für die Hertha.

 Sami Allagui (29 Jahre, Tunesien, Hertha BSC Berlin): Mit seinen 96 Spielen und 25 Toren in der Bundesliga hat der Tunesier bereits bewiesen, dass er die Qualität hat, in der höchsten deutschen Spieklasse zu spielen. Auch wenn es zuletzt nicht mehr so gut lief. In der letzten Saison liehen ihn die Mainzer für ein Jahr aus, doch an seine alten Leistungen konnte er nicht anknüpfen. Nun ist Allagui nach Berlin zurückgekehrt und hofft, wieder reichlich Tore zu erzielen.

Änis-Ben Hatira (27 Jahre, Tunesien, Hertha BSC Berlin): Ähnlich wie Djakpa ergeht es Ben-Hatira. Das Berliner Urgestein ist ein Spieler mit großen technischen Fähigkeiten, der aber viel zu oft verletzt ist und so seine Höchstform nur selten erreicht. Alleine in der letzten Saison verpasste er mehr als die Hälfte aller Spiele. Mit Neuer, Khedira, Özil, Hummels und Höwedes gewann Ben-Hatira 2009 die U21-EM, konnte sich im Gegensatz zu seinen Mannschaftskollegen jedoch nicht in der A-Nationalmannschaft festspielen. Schließlich entschied er sich, für Tunesien aufzulaufen. Ben-Hatira fehlt es insgesamt an Konstanz, doch daran sind mit Sicherheit auch die Verletzungen schuld.

(Arsenij Zakharov, Foto: screenshot Eintracht Frankfurt)