Afrikaner in der Bundesliga – Teil 3

werderbremenDie Bundesliga steht in den Startlöchern! In weniger als einem Monat rollt in der höchsten deutschen Spielklasse wieder der Ball. Wir werfen einen Blick auf alle afrikanischen Spieler, die zurzeit in der Bundesliga aktiv sind. Hier nun Teil 3 unserer Serie.

Salif Sané (24 Jahre, Senegal, Hannover 96): Sanés Karriere bei Hannover 96 gleicht einer Achterbahnfahrt. Vor der letzten Saison suspendierte ihn Trainer Tayfun Korkut wegen fehlender Disziplin. Fast ein halbes Jahr trainierte er in der Amateurmannschaft von Hannover 96. Dann folgte die große Wende! In der Rückrunde entwickelte sich der Senegalese zum großen Leistungsträger und trug viel zum Klassenerhalt bei. Mit seiner Größe und Robustheit war er im defensiven Mittelfeld unverzichtbar. Nun baggern bereits mehrere andere Klubs an ihm, doch Hannover sollte seinen begnadigten Riesen nicht verkaufen.

Abdul Rahman Baba (21 Jahre, Ghana, FC Augsburg): Es ist vielleicht die bemerkenswerteste Entwicklung der letzten Bundesliga-Saison. Der Abdul Rahman Baba wechselte letzten Sommer vom Zweitligisten Fürth nach Augsburg. Doch die erwartete Eingewöhnungszeit in der ersten Liga brauchte der Ghanaer nicht. Baba schlug sofort ein und entwickelte sich zu einem der besten Linksverteidiger der Bundesliga. Auch mit Ghana spielte er beim Afrika-Cup ein überragendes Turnier. Nun versuchen zahlreiche Top-Klubs, ihn zu verpflichten. Der heißeste Kandidat ist momentan wohl der FC Chelsea. Bei der Ablöse geht um Summen im zweistelligen Millionenbereich!

Jaques Zoua (23 Jahre, Kamerun, Hamburger SV): Nach seinem Wechsel vom FC Basel konnte Zoua in der Hansestadt nicht richtig überzeugen. Nach einer Saison mit lediglich zwei Toren verliehen die Hamburger den Stürmer letzte Saison in die Türkei. Nun kehrt der Kameruner zurück, doch große Perspektiven wird er in Hamburg wohl nicht mehr haben.

Ronny Marcos (21 Jahre, Mosambik, Hamburger SV): Der junge Linksverteidiger schaffte letztes Jahr den Sprung zu den Profis und hat bereits neun Bundesliga-Spiele auf dem Konto. Den meisten Fans ist er jedoch noch kein Begriff. 2013 beantragte er den mosambikanischen Pass, um für die Nationalmannschaft spielen zu können. Am 14.6.2015 lief er das erste Mal für das Land seines Vaters auf.

Cedric Makiadi (31 Jahre, DR Kongo, Werder Bremen): Der Kongolese ist ein echtes Urgestein in der Bundesliga. 225 Spiele absolvierte er in der höchsten deutschen Spielklasse für Wolfsburg, Freiburg, Duisburg und Bremen. Den Höhepunkt seiner Karriere hat Makiadi aber überschritten. Bereits in der letzten Saison kam er über die Rolle eines Ergänzungsspielers bei Werder Bremen nicht mehr hinaus. Dies dürfte in der neuen Saison nicht anders sein.

Assani Lukimya (29 Jahre, DR Kongo, Werder Bremen): Als Fortuna Düsseldorf 2012 den Aufstieg in die Bundesliga nach Jahrzehnten perfekt machte, war Assani Lukimya der wichtige Abwehrchef der Rheinländer. Prompt schnappte sich Werder Bremen den großen Kongolesen. Doch in der ersten Liga wehte ein anderer Wind, sodass Lukimya an seine tollen Leistungen in der zweiten Liga nicht anknüpfen konnte. Dennoch absolvierte er in den letzten drei Jahren im Schnitt 22 Partien, eine ordentliche Quote.

Marvin Matip (29 Jahre, Kamerun, FC Ingolstadt 04): Der ältere Bruder von Joel galt zu seiner Zeit beim 1.FC Köln als großes Talent, konnte die Erwartungen jedoch nie erfüllen. Für den FC Ingolstadt klappte es in der zweiten Liga zuletzt wieder besser. Als Abwehrchef organisierte er die Verteidigung und kehrt nun als Aufsteiger in die erste Liga zurück. Nun kann er allen Kritikern beweisen, dass er doch das Zeug dazu hat, in der Bundesliga zu spielen.

(Arsenij Zakharov, Bild: screenshot Werder Bremen)