Afrikanische Spieler in der Bundesliga – Teil 1

bvbDie Bundesliga steht in den Startlöchern! In weniger als einem Monat rollt in der höchsten deutschen Spielklasse wieder der Ball. Wir werfen einen Blick auf alle afrikanischen Spieler, die zurzeit in der Bundesliga aktiv sind. 
Pierre-Emerick Aubameyang (26 Jahre, Gabun, Borussia Dortmund): Der pfeilschnelle Stürmer ist in Dortmund die unangefochtene Nummer 1 im Sturm. Erst vor Kurzem meldeten sich mit dem FC Arsenal und Paris Saint-Germain zwei große Klubs, die den Gabuner verpflichten wollten. Doch Dortmund winkte schnell ab. Zu wertvoll ist „Auba“ für den BVB. Zwei Saison spielte er bereits im Ruhrgebiet und traf stets im zweistelligen Bereich. In seinem letzten Interview erklärte er, dass er diese Saison sogar noch einen draufsetzen will und 20 Tore in der Meisterschaft erzielen möchte. Zuzutrauen ist es ihm. Gelingt ihm dieser Schritt, hat er den Durchbruch als internationaler Top-Stürmer wohl endgültig geschafft.

Mehdi Benatia (28 Jahre, Marokko, FC Bayern München): 28 Millionen Euro war der Innenverteidiger dem FC Bayern München wert. Eine Summe, die wohl nicht jede Mannschaft für Benatia ausgegeben hätte. Doch der 28-Jährige konnte in seiner ersten Bundesliga-Saison durchaus überzeugen. Zwar verpasste er wegen einer hartnäckigen Verletzung zahlreiche Partien, spielte aber fast immer, wenn er fit war. Auch im Champions-League-Halbfinale gegen den FC Barcelona schenkte Pep Guardiola ihm das Vertrauen. Benatia spielte beide Spiele durch, sah gegen das südamerikanische Wundertrio um Lionel Messi, Luis Suarez und Neymar aber nicht besonders gut aus. Aber wer tut das schon?

Joel Matip (23 Jahre, Kamerun, FC Schalke 04): Beeindruckende 160 Bundesliga-Spiele absolvierte Matip bereits in seinen jungen Jahren. Zudem nahm der Kameruner bereits an zwei Weltmeisterschaften mit Kamerun teil. Eine beeindruckende Quote für einen 23-Jährigen! Bei Schalke ist er als Innenverteidiger gesetzt. Auch im defensiven Mittelfeld kann er bei Bedarf aushelfen. Viele Fans sagen, er sei zu inkonstant und bekäme auf höherem Niveau seine Probleme, doch seine Entwicklung ist noch längst nicht am Ende.

Eric Maxim Choupo-Mouting (26 Jahre, Kamerun, FC Schalke 04): Zwei Gesichter zeigte Choupo-Mouting in der letzten Saison beim FC Schalke. Da war zum einen die Hinrunde, in der dem Stürmer vieles gelang und er reichlich knipste. Dann kam der enttäuschende Afrika-Cup mit Kamerun unter Volker Finke, bei dem Choupo-Mouting eine ungewohnte Rolle im offensiven Mittelfeld bekleiden musste. Seitdem läuft es für ihn nicht rund. Das Selbstvertrauen ist weg, die Erfolgsmomente sind rar. Doch vielleicht wird ihm die Sommerpause geholfen haben, sodass er in der neuen Saison wieder voll durchstarten kann.

Serey Dié (30 Jahre, Elfenbeinküste, VFB Stuttgart): Als frischgekürter Afrikameister wechselte der Ivorer im Winter zum VFB Stuttgart. Für die abstiegsbedrohten Schwaben war der bissige Dié ein Hoffnungsträger. Er ist bekannt dafür, im defensiven Mittelfeld nicht zimperlich zu sein und dem Gegner mit seiner Härte ordentlich einzuheizen. Das Experiment funktonierte! Dié erwies sich als erhoffter Defensiv-Stabilisator. Der VFB blieb in der ersten Liga. Der Ivorer wird deshalb auch in der neuen Spielzeit zur Stammkraft bei den Schwaben gehören.

Anthony Ujah (24 Jahre, Nigeria, Werder Bremen): In Köln wurde Anthony Ujah von den Fans geliebt. In der letzten Saison erzielte er zehn Tore und war somit maßgeblich am Klassenerhalt des „Effzeh“ beteiligt. Doch auch seine offene Art und sein Humor machten den Nigerianer zum Publikumsliebling in der Karnevalsstadt. Dann leistete er sich jedoch einen unverzeihlichen Fehler. Mitten im Abstiegskampf verkündete er seinen Wechsel zu Werder Bremen. Eine Tat, die im Kölner Umfeld nicht gut ankam. Bei Werder Bremen soll der Stürmer nun den abgewanderten Selke ersetzen. Ujah erhofft sich nun auch in Bremen zum neuen Publikumsliebling zu werden.

(Arsenij Zakharov, Bild: screenshot BVB)