Auftakt zum deutsch-marokkanischen Ko-Vorsitz beim Globalen Forum für Migration und Entwicklung 2017-2018

gfmd_logoDeutschland wird am 1. Januar 2017 gemeinsam mit Marokko den Vorsitz beim Globalen Forum für Migration und Entwicklung (Global Forum on Migration and Development – GFMD) übernehmen. Den Auftakt für den Ko-Vorsitz bildet heute (12.12.) die symbolische Vorsitzübergabe während des GFMD- Jahrestreffens in Dhaka/Bangladesch an den marokkanischen Staatssekretär Nadir des Ministeriums für Marokkaner im Ausland und den Staatssekretär im Auswärtigen Amt, Markus Ederer.

Im Fokus steht im kommenden Jahr der Beitrag von GFMD zum „Global Compact on Migration“ der Vereinten Nationen. Der Compact soll ein starkes Signal der internationalen Gemeinschaft für eine verbesserte weltweite Migrationspolitik bilden und 2018 von der Staatengemeinschaft verabschiedet werden.

Unter dem Motto „Auf dem Weg zu einem globalen Gesellschaftsvertrag für Migration und Entwicklung“ soll im GFMD dabei insbesondere der Interessenausgleich im Rahmen regulärer Migration zwischen Migranten und ihren Herkunfts-, Transit- und Zielländern behandelt werden.

Mit Deutschland und Marokko übernehmen erstmals zwei Staaten gemeinsam die Leitung des GMFD. Die im Ko-Vorsitz symbolisch Ausdruck findende Überbrückung des Mittelmeerraumes und die enge Verbindung zwischen Europa und Afrika sollen dazu beitragen, die positiven Aspekte und die Notwendigkeit von geordneter und sicherer Migration für die Weiterentwicklung globaler Migrationsziele zu betonen.

Hintergrund:

Das GFMD ist eine 2007 initiierte Initiative der Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen, die Zusammenhänge zwischen regulärer Migration und Entwicklung praktisch und handlungsorientiert verknüpft. Der GFMD-Prozess vereint die Expertise aller Regionen und Ländern auf allen Stufen der wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung.

Seit seiner Gründung arbeitet das GFMD auf der Grundlage einer einzigartigen partizipativen Arbeitsweise, in der Regierungen und politische Entscheidungsträger aus unterschiedlichem Umfeld zusammenarbeiten. Über eng mit dem GMFD verzahnte Veranstaltungsreihen sind Vertreter der Zivilgesellschaft und von Nichtregierungsorganisationen eingebunden. Über den 2015 etablierten „Business Mechanism“ werden gemeinsam mit Unternehmen Vorgaben für weltweit faire Arbeitsbedingungen erarbeitet. Die inhaltliche Verknüpfung mit den Institutionen der Vereinten Nationen wird durch enge Mitarbeit des Sondergesandten des Generalsekretärs der Vereinten Nationen für internationale Migration sichergestellt. (AA)