DAS – Afrika-Pressespiegel, KW 08: Von Menschen gemacht

das-pressespiegel-300x161Am Montag haben die staatlichen Behörden des Südsudans sowie die sich im Land befindlichen UN-Hilfsorganisationen eine Hungersnot in zwei Landkreisen des Bundesstaats Unity ausgerufen. Die letzte Hungersnot hatte die UNO im Nachbarland Somalia im Jahr 2011 ausgerufen. Kriterien für diese Einstufung sind die akute Unterernährung von mindestens 30 Prozent der Bevölkerung sowie der Tod von zwei von 10.000 Menschen täglich aufgrund von Nahrungsmittelmangel.

Die UNO erhofft sich durch diese Einstufung als “humanitäre Katastrophe” (Stufe 5 von 5) eine Aufstockung der unzureichenden finanziellen Hilfsmittel. Dabei geht es um die Finanzierung von Lebensmitteln für etwa eine halbe Million Menschen.

Während Deutschland für dieses Jahr noch keine Zusage verlauten ließ, hat Großbritannien bereits 100 Millionen Pfund an humanitärer Hilfe zugesagt. Auch das US-Außenministerium äußerte sich am Dienstag und bezeichnete die Hungersnot als „von Menschen gemacht“. Auch wenn das Land von einer ungewöhnlich starken Dürre betroffen ist, gilt der Bürgerkrieg im Südsudan als potenzierender Faktor. Zahlreiche Menschen sind zur Flucht und dem Zurücklassen ihrer Ernten gezwungen. Es handelt sich bei den betroffenen Menschen vor allem um oppositionelle Gruppen. Hilfsorganisationen beklagen zudem, dass ihre Aktivitäten in den entsprechenden Regionen von der Regierung behindert werden. (Deutsche Afrika Stiftung)

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