DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 10: Hilfe leisten kostet

das-pressespiegel-300x161Südsudan: Höhere Preise für humanitäre Hilfe: Im Südsudan sollen die Kosten der Arbeitserlaubnis für humanitäre Hilfskräfte aus dem Ausland von 100 USD auf 10.000 USD erhöht werden. Laut einer gemeinsamen Stellungnahme der Regierung soll mit diesen Einnahmen die Lücke im Haushalt des Landes geschlossen werden. Die Erhöhung soll schon seit längerem geplant gewesen sein und nicht mit der von den Vereinten Nationen offiziell ausgerufenen Hungersnot zusammenhängen. Hilfsorganisationen kritisieren jedoch den Zeitpunkt des Erlasses und werfen der Regierung vor, die Notsituation des Landes auszunutzen.

Erschwerte Arbeitsbedingungen seien nichts Neues. So wurde im Dezember der Bezirksdirektor des Norwegian Refugee Council (NRC) ohne Angabe von Gründen des Landes verwiesen. Kabinettsminister Martin Lomuro erklärte sogar, dass „die meisten [humanitären] Organisationen hier [seien], um die Regierung auszuspionieren“. Obwohl Präsident Salva Kiir „ungehinderten Zugang“ für Hilfsorganisationen versprach, werden diese zurzeit wohl eher als Einnahmequelle missbraucht. (Deutsche Afrika Stiftung)

HIER geht es direkt zum DAS Pressespiegel.