DAS-Afrika-PressesPiegel, KW 13: Nicht auf der Gästeliste

Friedenskonferenz in Mali: Getrübte Aussichten? Seit Anfang dieser Woche tagt in der malischen Hauptstadt Bamako die noch bis Sonntag andauernde “Konferenz der nationalen Einigung”. Die im Rahmen des 2015 geschlossenen “Abkommens von Algier” stattfindende Konferenz gilt als potentiell verheißungsvoller Schritt in Richtung zu einem dauerhaften Frieden in Mali, das sich seit 2011 in einer schweren Krise befindet.
Unter den rund 300 Teilnehmern sind neben Regierungsmitgliedern auch Anhänger der Opposition sowie Repräsentanten ehemaliger Rebellengruppen vertreten. Unter die zuversichtlichen Stimmen mischt sich aber auch zunehmend Skepsis im Hinblick auf die Zusammensetzung der Konferenzteilnehmer. Die wichtigste Tuareg-Gruppe Coordination des Mouvements de l’Azawad (CMA) und große Teile der Opposition haben bereits im Vorfeld ihr Fernbleiben von der Konferenz angekündigt. Zudem suchen zahlreiche Vertreter der Zivilgesellschaft ihre Namen vergeblich auf der Gästeliste. 2011 besetzten Tuareg-Gruppen weite Teile des Nordens und im Jahr darauf folgte ein Staatsstreich, aufgrund dessen es auch zu einer Erstarkung islamistischer Netzwerke in Mali kam. (Deutsche Afrika Stiftung)

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