DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 14: Von Ende und Neubeginn

Julius Maada Bio gewinnt Präsidentschaftswahl in Sierra Leone: Sierra Leone hat einen neuen Präsidenten – am Samstag hat sich der Oppositionsführer Julius Maada Bio mit 51,8% der Stimmen bei der Stichwahl gegen den Kandidaten der Regierungspartei Samura Kamara durchgesetzt. Bereits kurz nach der offiziellen Bekanntgabe des Wahlergebnisses am Mittwoch wurde er als neues Staatsoberhaupt vereidigt.

Der frühere Militärchef war in Folge eines Putsches bereits 1996 für wenige Monate Präsident des Landes gewesen, bevor er das Amt an den neu gewählten Ahmed Tejan Kabbah übergab. Maada Bios SLPP und die bisherige Regierungspartei APC bestimmen seit der Unabhängigkeit durchgehend die Politik des westafrikanischen Landes. Der diesjährige Wahlprozess verlief trotz einzelner Zwischenfälle und Betrugsvorwürfen größtenteils friedlich. Entsprechend erhielt die nationale Wahlaufsichtsbehörde NEC für den sauberen und zuverlässigen Wahlverlauf viel Lob aus dem In- und Ausland. Die größten anstehenden Herausforderungen für den neuen Präsidenten Maada Bio, dessen Partei keine Mehrheit im Parlament erhalten hat, wird derweil der Wiederaufbau des Gesundheits- und Verbesserung des Bildungssystems. Unterdessen hat der Verlierer der Wahl Samura Kamara angekündigt, das Ergebnis vor Gericht anzufechten. (Deutsche Afrika Stiftung)

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