DAS Afrika-Pressespiegel, KW 23: Geld – Europas neue alte Lösung?

EU sagt 50 Mio. Euro für Anti-Terror-Einheit in Sahelzone zu
Die Außenbeauftragte der EU Federica Mogherini hat bei einem Besuch am vergangenen Montag in Bamako die Finanzierung einer Anti-Terror-Einheit in Höhe von 50 Millionen Euro bekannt gegeben. Personell besetzt wird die Truppe mit Soldaten, Polizisten und Zivilisten aus Mali, Mauretanien, Niger, Tschad und Burkina Faso.

Die sogenannten “Sahel G5” hatten bereits im März beschlossen, eine Spezialtruppe mit 5.000 Mann aufzubauen, die die malische Regierung noch verdoppeln will. Ziel soll die Bekämpfung von Terrorismus, grenzüberschreitender Kriminalität und illegaler Einwanderung sein. Besonders im Norden Malis ist seit 2012 die Terrorgruppe Al-Qaida sowie weitere Splittergruppen aktiv. Trotz intensiver militärischer Aktivitäten französischer und malischer Truppen, überqueren die Milizen verstärkt auch die Grenzen zu Mauretanien, Burkina Faso und Niger. Mogherini betonte in Bamako, dass “Stabilität und Entwicklung der Sahel-Region nicht nur für Afrika, sondern auch für Europa entscheidend” seien. Kritiker merken hingegen an, dass sich die EU durch die Finanzierung Migrationskontrolle auf dem Afrikanischen Kontinent erkauft. (Deutsche Afrika Stiftung)

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