DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 26: Fliegende Medikamente

UN sieht Beweise für Massaker in der DRC: Ein kürzlich von der UN-Menschenrechtskommission veröffentlichter Bericht sieht Beweise für Massaker in der Demokratischen Republik Kongo (DRC). In dem Bericht ist von hunderten verstümmelten Körpern, niedergebrannten Dörfern und Massengräbern in der zentralkongolesischen Region Kasai die Rede. Vertreter der katholischen Kirche, die mittlerweile als einzige verbleibende verlässliche Quelle in der DRC gilt, sprechen bereits von mehr als 3.300 Toten seit Oktober 2016.

Mindestens 20 Dörfer seien im Rahmen der Kämpfe zwischen Armee und Milizen vollkommen zerstört worden: Die Hälfte davon durch Regierungstruppen und die ihr nahestehenden Bana-Mura-Miliz und die andere Hälfte durch die oppositionelle Kamuina-Nsapu-Miliz. In einem besonders schweren Fall hätten Kämpfer der regierungsnahen Bana-Mura-Miliz in einer Krankenstation etwa 90 Patienten sowie das Pflegepersonal ermordet. Kein Wunder also, dass beinahe täglich neue Massengräber entdeckt werden. Die UN-Menschenrechtskommission will nun ein Expertenteam zur Aufklärung der Massaker in die DRC entsenden. Dies scheiterte bisher am Widerstand der kongolesischen sowie anderer afrikanischer Regierungen. (Deutsche Afrika Stiftung)

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