DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 42: Erhebliche Verluste

Verheerender Anschlag erschüttert Mogadischu: letzten Samstag ereignete sich in Somalias Hauptstadt Mogadischu der schlimmste terroristische Anschlag seit Bestehen des Landes. Ein mit Sprengstoff beladener Lastwagen ist mit hoher Geschwindigkeit in eine belebte Kreuzung gerast und anschließend explodiert. Mehrere Gebäude wurden stark beschädigt, einige stürzten unter der Wucht der Detonation teilweise ein. Dabei starben mindestens 276 Menschen und weitere 300 wurden verletzt. An der Kreuzung befinden sich etliche Geschäfte und Hotels, aber auch Regierungsgebäude. Die Hintergründe des Anschlags sind zurzeit noch unklar.

Bei dem Täter handelt es sich um einen ehemaligen somalischen Soldaten. Im Gegensatz zu fast allen der verübten Anschläge in Somalia, bekannte sich die Terrormiliz Al-Shabaab bisher nicht zu dem verheerenden Attentat. Präsident Mohamed Abdullahi Mohamed rief eine dreitägige Staatstrauer aus und forderte Bürger zu Blutspenden für die zahlreichen Verletzten auf. Die somalische Bevölkerung reagierte auf den Anschlag mit Trauer und wütenden Protesten und warf der Regierung vor, Zivilisten zu wenig vor Terrorismus zu schützen. Der Anschlag ist ein schwerer Rückschlag für das krisengeplagte Land, das sich in jüngster Vergangenheit auf einem Kurs der Stabilisierung befand.

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