Die Digitalisierung Afrikas nützt europäischen und afrikanischen Unternehmen …

…, so der Tenor einer großen Konferenz im Vorfeld des G20-Gipfels, die in Afrika Investitionen anstoßen und Arbeitsplätze schaffen will. Der heutige Africa Day in Berlin bringt führende Vertreter von Banken und Unternehmen sowie von staatlichen und öffentlichen Einrichtungen aus Europa und Afrika zusammen, um zusätzliche Unterstützung für den Aufbau der digitalen Wirtschaft in Afrika zu mobilisieren. Veranstaltet wird die Konferenz von der Europäischen Investitionsbank und dem Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung hat die Schirmherrschaft über die Veranstaltung übernommen.

Der diesjährige Africa Day findet am Vortag des im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft abgehaltenen Gipfeltreffens statt und widmet sich dem Thema „Empowering Millions: Africa’s Rising Digital Economy“. Damit steht die Konferenz ganz im Zeichen der G20-Initiative „Compact with Africa“ und entspricht den Zielen des neuen Europäischen Entwicklungskonsens und der Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung. Der Africa Day will die Innovationstätigkeit, das Unternehmertum im Technologiebereich und den Ausbau der digitalen Wirtschaft in Afrika fördern und setzt dabei auf gezielte Investitionen und praktische Unterstützung vor Ort. An den Diskussionen beteiligen sich Investoren, Start-ups sowie kleine und große Unternehmen aus Europa und Afrika. Es geht darum, Wege, Projekte und Initiativen zu finden, die künftige Investitionen fördern.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, hob in seiner Eröffnungsrede hervor: „Investitionen in Afrikas digitale Wirtschaft sind notwendig, um neue Investitionsmöglichkeiten zu eröffnen und Verbindungen zwischen Menschen und Unternehmen herzustellen. In diesem Bereich hat die EU-Bank weltweit umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Daher kann sie in ganz Afrika sowohl Hochtechnologieprojekte als auch den Aufbau einer grundlegenden Telekommunikationsinfrastruktur fördern. Die Investitionen in ein digitales Afrika, in Start-up-Unternehmen und in die Ausbildung der jungen Generation eröffnen neue Möglichkeiten für afrikanische und für europäische Unternehmen. Sie sorgen für nachhaltige Arbeitsplätze und florierende Gemeinschaften. Afrika ist der Kontinent der Zukunft. Wenn wir also unsere Partnerschaften, Verbindungen und Beziehungen – vor allem die zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor – stärken, können wir Vorhaben umsetzen, die zu den UN-Zielen für eine nachhaltige Entwicklung beitragen.“

Stefan Liebing, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft, erklärte: „Durch die fortschreitende Digitalisierung könnte unser Nachbarkontinent allen anderen bald einen Schritt voraus sein. Afrikas Jugend erhält neue Perspektiven, und der Privatsektor entwickelt neue Business Cases. Wir müssen hochentwickelte Unternehmen und frische Ideen zusammenbringen, damit Afrika die Fortschritte erzielen kann, die der Kontinent braucht. Deutschland ist mit gutem Beispiel vorangegangen, indem es Afrika ganz oben auf die G20-Agenda gesetzt hat. Dieser Fokus muss bestehen bleiben – auch nach der G20-Präsidentschaft.“

Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, unterstrich in seiner Eröffnungsrede: „Ein nachhaltiges Wachstum in Afrika, das allen zugutekommt, steht bei der deutschen G20-Präsidentschaft im Mittelpunkt. Mit der Agenda 2063 hat sich Afrika bereits den Weg für eine nachhaltige Entwicklung in den kommenden Jahrzehnten abgesteckt. Wir wollen einen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2063 leisten, vor allem durch unseren Marshallplan mit Afrika und über unsere Initiativen für ländliche Entwicklung, berufliche Bildung und den digitalen Sektor.“ (EIB)