Ebola in der D.R. Kongo: Ärzte ohne Grenzen beginnt Nothilfeeinsatz

Berlin, 15. Mai 2017. Nach der Bestätigung eines Ebola-Falls in der Demokratischen Republik Kongo hat Ärzte ohne Grenzen ein Team in die betroffene Region entsendet. Die 14 Projektmitarbeiter werden sich in Likati im Norden des Landes ein Bild von der Lage machen und wenn erforderlich ein Ebola-Behandlungszentrum errichten. Zudem werden von der Hauptstadt Kinshasa aus für den Noteinsatz 15 Tonnen medizinische und logistische Materialien per Frachtflugzeug vor Ort gebracht.  

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat den Ebola-Fall in Likati in der Provinz Bas Uele im Norden der D.R. Kongo bestätigt. Insgesamt werden neun Verdachtsfälle untersucht, darunter drei Todesfälle. Am Samstag entsendete Ärzte ohne Grenzen in Koordination mit den Gesundheitsbehörden ein Team nach Likati um dort gemeinsam mit zehn Mitarbeitern der Gesundheitsbehörden einen Noteinsatz zu starten. Das Team von Ärzte ohne Grenzen besteht aus Ärzten, Pflegepersonal, Logistikern, Wasser- und Hygiene-Experten, Gesundheitsaufklärern und einem Epidemiologen.  

Gemeinsam mit Organisationen, die bereits in der Region präsent sind, wird das Notfallteam von Ärzte ohne Grenzen eine Bedarfserhebung durchführen und gegebenenfalls ein Ebola-Behandlungszentrum errichten, um den Menschen zu helfen, die infiziert sind oder bei denen Ebola-Verdacht besteht. Wenn nötig, wird Ärzte ohne Grenzen auch lokale Gesundheitsposten bei Erstuntersuchungen und Überweisungen von Patienten unterstützen, ein Überwachungssystem einrichten und sicherstellen, dass die notwendigen Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden, um einer Ausbreitung des Virus’ entgegenzuwirken. (msf, Foto: irin)