Fernsehtipp im ORF:„Schöner fremder Mann“: Tiba Marchetti hat für „Am Schauplatz“ in Kenia nachgefragt

Wien (OTS) – Sandstrand, Sonne, Meeresrauschen. Und dazu ein Flirt mit einem schönen, fremden Mann. Davon träumt so manche Europäerin, die an der Küste Kenias Urlaub macht. „Beachboys“ nennt man dort die muskulösen jungen Männer, die sich auf das Geschäft mit den Urlauberinnen spezialisiert haben. Gegen ein paar hundert Euro oder ein paar Geschenke können einsame Frauen einen Begleiter anheuern. Und manchmal wird aus dem Flirt Liebe. 2012 war „Am Schauplatz“-Reporterin Tiba Marchetti zum ersten Mal in Kenia und hat die unterschiedlichsten Paare porträtiert. Vor einigen Monaten war sie für die „Am Schauplatz“-Reportage „Nachgefragt: Schöner fremder Mann“ – zu sehen am Donnerstag, dem 12. 01. 2017, um 21.05 Uhr in ORF 2 – wieder dort. 

Was ist aus Silke geworden, der resoluten Expolizistin aus Deutschland? Nach ihrer Scheidung von Nasoro, einem jungen Kenianer, hatte sie den Glauben an die große Liebe verloren. „Wenn dir einer nach drei Tagen sagt, ich liebe dich, dann meint er deinen Geldbeutel“, war sie überzeugt. Nach einer unbeschwerten Zeit des Single-Lebens hat es dann aber doch wieder gefunkt. „Sadallah ist ein Seelenverwandter“, strahlte die Pensionistin, die jeden Winter in Kenia verbringt. Hat das Glück gehalten? 

Und was wurde aus der abenteuerlustigen Niederösterreicherin Kerstin, die nach Kenia ausgewandert ist und mit ihrem feschen Davis ein Safari-Unternehmen aufgebaut hat? Mit Davis gab es immer wieder Streit, weil er mit seinen Freunden durch die Lokale zog und Geld brauchte. Bis Kerstin genug davon hatte. Dann hat sie bei einer Taxifahrt Levi kennengelernt. Mit ihm ist alles anders, erzählt sie: „Er ist ganz anders als diese Küstentypen, die nur aufs Geld aus sind.“ Kerstin hat ihren Levi auch schon der Familie in Krummnußbaum vorgestellt. 

Und wie sieht es mit dem Sextourismus an Kenias Küste heute aus? Jimmy, einer der Beachboys, klagt über immer weniger Geschäft. Nach Anschlägen der somalischen Shabaab-Milizen in den vergangenen Jahren und den darauf folgenden Reisewarnungen sind Touristen ausgeblieben. Auch an der Küste mussten Hotels zusperren. Doch Jimmy gibt die Hoffnung nicht auf: „Es kommen zwar immer weniger, aber vielleicht ist ja doch einmal eine weiße Frau fürs Leben dabei.“ 

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten. (Foto: ia)