Frauen-Weltmeisterschaft in Kanada: Kamerun als letzte afrikanische Mannschaft ausgeschieden

Schade! Als letzter Vertreter Afrikas flog Kamerun gegen China im Achtelfinale raus. 0:1 mussten sich die „unzähmbaren Löwinnen“ dem Gegner geschlagen geben. Dennoch konnte der WM-Neuling Kamerun bei diesem Turnier mehr als nur überzeugen.

 

Nach einem furiosen 6:0 im Auftakt gegen Ecuador zeigte man sich auch gegen die Weltmeisterinnen aus Japan stark und verlor nur knapp mit 1:2. Bei den hohen Ergebnissen, die viele WM-Neulinge bei diesem Turnier erleiden mussten (Schweiz – Ecuador 10:1, Deutschland – Elfenbeinküste 10:0), war das knappe Ergebnis gegen den Weltmeister eine beachtliche Leistung. Im entscheidenden Duell gegen die Schweiz setzte sich Kamerun schließlich mit einem 2:1 Sieg durch und qualifizierte sich für das Achtelfinale.

 

Nigeria konnte seine starke Leistung nach dem 3:3 gegen Schweden nicht bestätigen. Gegen die Australier wirkten die „Super Falcons“ hilflos und verloren 0:2. Auch gegen den Top-Favoriten aus der USA war man nach 90 Minuten unterlegen und schied nach einer 0:1 Niederlage aus dem Turnier aus.

 

Die Elfenbeinküste verbesserte sich nach dem 0:10 gegen Deutschland deutlich, verlor dennoch alle Spiele. Gegen Thailand unterlagen die Ivorinnen knapp mit 2:3. Gegen die starken Norwegerinnen, die sich mit Deutschland die Punkte teilten (1:1), reichte es beim 1:3 zumindest für ein Tor.

 

Kamerun hat der Fußballwelt gezeigt, dass man auch als WM-Neuling ein starkes Turnier spielen kann. Der Auftritt macht Hoffnung für die Zukunft. Vielleicht nehmen afrikanische Frauennationalmannschaften schon beim nächsten Turnier in vier Jahren die nächste Hürde – das Viertelfinale. (Arsenij Zakharov)