Ghana: Bundesregierung unterstützt Digitalisierung

ghanaAccra – Die Ausbildung von jungen Frauen in digitalen Berufen und die Modernisierung der Verwaltung, das sind die Schwerpunkte der Reise von Entwicklungsstaatssekretär Thomas Silberhorn nach Ghana. Neben politischen Gesprächen stehen der Besuch einer Berufsschule und ein Gespräch mit Rückkehrern auf dem Programm.  

Thomas Silberhorn, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: „Mit Ausbildung schaffen wir Perspektiven, gerade auch für junge Frauen. Digitale Berufe revolutionieren den Arbeitsmarkt. Wer die nötige Qualifikation hat, der kann den Job machen, in Ghana genauso wie in Großbritannien.“

Ghana leidet unter Fachkräftemangel. Deutschland unterstützt Ghana deshalb bei der Aus-, Fort- und Weiterbildung der jungen Bevölkerung. Dabei steht die Förderung junger Frauen in digitalen Berufen im Vordergrund. Noch in diesem Jahr soll das Programm sein Ziel erreichen, den Anteil von weiblichen Elektronik-Absolventen von zwei Prozent (2012) auf rund 30 Prozent zu steigern.  

Bei Gesprächen mit Mitarbeitern der ghanaischen Finanzverwaltung überzeugte sich Silberhorn von den Vorteilen der Digitalisierung von Gehaltszahlungen. „Sollen alle vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren und nicht nur die Eliten, muss die Bekämpfung der Korruption an erster Stelle stehen. Die Digitalisierung bietet hier große Chancen“, so der Parlamentarische Staatssekretär. Mit deutscher Unterstützung hat Ghana ein biometrisches System für Gehaltszahlungen im öffentlichen Dienst entwickelt. Die neue Regierung will dieses System flächendeckend anwenden und so die Korruption bekämpfen. (bmz, Foto: irin)