Mali: Eine glorreiche Zukunft ?

Mit dem afrikanischen Finale wurde es leider doch nichts. Sowohl Senegal (0:5 gegen Brasilien) als auch Mali (1:2 gegen Serbien) mussten sich im Halbfinale geschlagen geben. Im Spiel um den dritten Platz trafen die Nachbarn dann direkt aufeinander. Mali besiegte Senegal mit 3:1 und darf sich nun über Bronze freuen.

 

Ein Spieler Malis hatte am Ende des Turniers dennoch einen goldenen Pokal in den Händen. Spielmacher Adama Traoré wurde als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet. Der Mittelfeldspieler vom OSC Lille spielte ein sensationelles Turnier, glänzte als Vorbereiter und Torschütze und wird in Zukunft wohl von vielen Top-Klubs umworben werden.

 

In der Nationalmannschaft wird er in Zukunft wahrscheinlich mit seinem ebenso talentierten Namensvetter auflaufen. Adama Traoré, der aus der berühmten Jugendabteilung des FC Barcelona kommt, hat sich bereits entschieden, für Mali und nicht für Spanien aufzulaufen. Zwar war er bei der U20-Weltmeisterschaft nicht dabei, dürfte bald aber sein Debüt für das westafrikanische Land geben.

 

Entwickeln sich die beiden Traores weiterhin so gut, dürfen die Westafrikaner von einer goldenen Zukunft träumen. Hinzu kommen weitere junge Talente aus der diesjährigen Bronze-Mannschaft. Es ist durchaus möglich, dass sich Mali in den kommenden Jahren in der Spitze des afrikanischen Fußballs etabliert und bereits in zwei Jahren um den Titel beim Afrika-Cup kämpfen wird. Ebenso steigen die Hoffnungen endlich an einer Weltmeisterschaft teilnehmen zu dürfen. Was spricht dagegen, dass Mali bereits bei der nächsten Weltmeisterschaft in Russland 2018 dabei sein könnte ?

 

Übermächtige Gegner gibt es in Afrika nicht. Mali ist zudem eine sehr unbequeme Mannschaft, die nur sehr schwer zu schlagen ist. Wenn sich die jungen Talente in der ersten Mannschaft etablieren können, darf tatsächlich von einer Weltmeisterschaft geträumt werden. (Arsenij Zakharov)