Menschenrechtler erhalten Auszeichnung – 2 Afrikaner mit dabei

hrw(New York) – Vier mutige und unermüdliche Fürsprecher der Menschenrechte werden in diesem Jahr von Human Rights Watch mit dem renommierten Alison Des Forges Award for Extraordinary Activism geehrt, so Human Rights Watch. Die Preisträger sind in ihren Herkunftsländern führende Stimmen für Gerechtigkeit. Unter ihnen auch zwei Afrikaner.

Nicholas Opiyo, Uganda (mit Brille auf dem Foto)
Nicholas Opiyo ist ein führender Menschenrechtsanwalt und Gründer der Menschenrechtsorganisation Chapter Four Uganda. Er hat mehrere wichtige Verfassungsklagen eingereicht und erfolgreich zu Ende geführt, etwa gegen das berüchtigte Anti-Homosexuellen-Gesetz von 2013, das im August 2014 für nichtig erklärt wurde. Human Rights Watch würdigt Nicholas Opiyo, weil er sich standhaft für die Wahrung der Menschenrechte in Uganda einsetzt und sich dafür stark macht, dass alle Menschen in Uganda Zugang zu Recht und Gerechtigkeit erhalten.

Pater Bernard Kinvi, Zentralafrikanische Republik
Pater Bernard Kinvi ist ein katholischer Priester, der das Krankenhaus der katholischen Mission in Bossemptele in der Zentralafrikanischen Republik leitet. Als Anfang 2014 interkonfessionelle Gewalt ausbrach und zu koordinierten Übergriffen auf muslimische Zivilisten führte, rettete Kinvi das Leben Hunderter Muslime, die er aus ihren belagerten Häusern rettete und in seiner Kirche unterbrachte. Trotz wiederholter Morddrohungen nahm Kinvi diese Menschen solange in Schutz, bis sie in Sicherheit gebracht werden konnten. Human Rights Watch ehrt Pater Bernard Kinvi für seinen Mut und seinen unnachgiebigen Einsatz zum Schutz von Zivilisten in der Zentralafrikanischen Republik.

„Der Alison Des Forges Award ehrt Menschen, die sich mutig und selbstlos für den Schutz der Menschenrechte einsetzen – oft in gefährlichen Situation und unter gewaltigen persönlichen Opfern“, so Kenneth Roth, Executive Director von Human Rights Watch. „Die Preisträger haben ihr Leben für den Schutz der am schwersten unterdrückten und verletzlichsten Menschen eingesetzt.“

Namenspatin des Menschenrechtspreises ist Dr. Alison Des Forges, die fast zwei Jahrzehnte lang als Senior Adviser für Human Rights Watch arbeitete. Sie starb am 12. Februar 2009 bei einem Flugzeugabsturz im US-Bundesstaat New York. Des Forges war die weltweit führende Expertin für Ruanda, den dort im Jahr 1994 verübten Völkermord und dessen Folgen. Der jährlich von Human Rights Watch verliehene Preis honoriert ihr Engagement für den Schutz der Menschenrechte. Er würdigt den Mut jener Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzen, um eine Welt frei von Gewalt, Diskriminierung und Unterdrückung zu schaffen. (HRW)