ONE Afrika-Topthemen des Tages

– Ebola gefährdet Afrikas Wirtschaft
– Zusätzliche Korrespondenten für Nigeria
– Riesiges Kraftwerk im Kongo geplant

1. Ebola gefährdet Afrikas Wirtschaft
Der Tagesspiegel thematisiert die negativen Folgen der Ebola-Epidemie für die Wirtschaft auf dem afrikanischen Kontinent. Donald Kaberuka, Präsident der Afrikanischen Entwicklungsbank, stufe Ebola zwar als eine tödliche Krankheit ein, spreche sich jedoch für ein Fortbestehen des wirtschaftlichen Handelns aus. Der ökonomische Schaden sei bereits jetzt erheblich. Viele Projekte seien abgesagt worden. Geschäftsleute hätten die gefährdeten Regionen verlassen und der Außenhandel liege am Boden. Die Entwicklungsbank rechne mit einem bis zu vier Prozentpunkte geringerem Wachstum als erwartet. Kaberuka versuche deshalb, zu verhindern, dass die außerafrikanische Öffentlichkeit den gesamten Kontinent als Katastrophengebiet wahrnehme. Zusammen mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bemühe er sich, dass die internationalen Fluggesellschaften ihre Flüge wieder aufnehmen und das Gesundheitssystem wieder aufgebaut wird.

2. Zusätzliche Korrespondenten für Nigeria
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über die schwierige Situation, unabhängige Informationen über den Terror der Extremistenorganisation Boko Haram zu erhalten. Es sei schwierig, objektive Einschätzungen von öffentlichen Stellen zu bekommen. Deshalb schicke die Deutsche Welle (DW) zwei zusätzliche Korrespondenten nach Lagos, der der größten Stadt Nigerias. Schließlich sei es schwierig, eine Balance zwischen den interessengeleiteten Mitteilungen der Regierung und den kruden Informationsmethoden von Boko Haram zu finden. Diesem Dilemma wolle der neue Chef-Intendant Peter Limbourg mit einer vermehrten Berichterstattung entgegentreten. Gesendet werde das tägliche zweieinhalbstündige Programm in der Landessprache Haussa. Diese sei vor allem im Norden des Landes, der besonders unter den Terrorakten von Boko Haram leide, weit verbreitet. Die Deutsche Welle finde die Hälfte ihrer weltweit rund hundert Millionen Hörer in Afrika. Davon alleine zwanzig Millionen in Nigeria.

3. Riesiges Kraftwerk im Kongo geplant
Der Evangelische Pressedienst (epd) meldet, dass am Kongo-Fluss ein riesiges Wasserkraftwerk entstehen soll. Die Demokratische Republik Kongo und Südafrika planen die Anlage an den Inga-Stromschnellen 60 Kilometer vor der Flussmündung in den Atlantik. Ziel sei es zum einen, die Energieprobleme im südlichen Afrika zu lösen und zum anderen, das wirtschaftliche Wachstum in Afrika anzukurbeln. Allerdings gebe es große Probleme in der fehlenden Einigkeit für die Verteilung des Stroms. Während das kongolesische Energieministerium den Strom bevorzugt an die Industrie geben möchte, befürchtet Südafrika, dass das Projekt scheitern könne, falls der Strom an kongolesischen Städten und Dörfern vorbeigeleitet werde. (ONE)