5. Deutsch-Afrikanisches Wirtschaftsforum NRW: Zu Gast: S. E Nana Akufo-Addo, Staatspräsident von Ghana

Afrika 5.0: Märkte, Potenziale und Chancen für deutsche Unternehmen: Die Wirtschaft in zahlreichen afrikanischen Staaten boomt – aber wie können deutsche Mittelständler an diesem Erfolg teilhaben? Das 5. DEUTSCH-AFRIKANISCHE WIRTSCHAFTS-FORUM NRW „Afrika 5.0: Märkte, Potenziale und Chancen für deutsche Unternehmen“ am 27. Februar 2018 in Dortmund hat Antworten geliefert und Expertenkontakte, Beratungsgespräche sowie exklusive Marktdaten geboten. Neu im Programm: afrikanische Startups haben um Kontakte in Deutschland gepitcht. Eine besondere Ehre war der Besuch von S.E. Nana Akufo-Addo, Staatspräsident von Ghana.

„Wir wollen mit einer kohärenten Afrika-Strategie die Zusammenarbeit mit Afrika auf allen Ebenen ausbauen“, heißt es im neuen Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD bereits auf Seite acht. Nie war das politische Interesse an unseren Nachbarkontinent größer – insbesondere mit Blick auf die Stärkung der Handelsbeziehungen. Diese wirtschaftspolitischen Zeichen spiegelten sich im Interesse an das 5. DEUTSCH-AFRIKANISCHE WIRTSCHAFTSFORUM NRW: über 300 nationale wie internationale Gäste waren zu Gast – darunter die Botschafter von Ghana, Nigeria, Tansania und Burkina Faso.

„Das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum NRW hat sich zu einer der bundesweit bedeutendsten wirtschaftspolitischen Veranstaltungen zum Thema Afrika entwickelt“, sagte Klaus Wegener, Präsident der Auslandsgesellschaft NRW, die das Forum gemeinsam mit den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen (IHK NRW) veranstaltete. „Wir wollen dazu beitragen, dass diese Hemmschwelle in Afrika zu investieren überschritten wird.“ Auch Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der IHK zu Dortmund, zeigte sich bei der Eröffnung des Forums vom Potential des afrikanischen Marktes überzeugt. Afrika gehöre die Zukunft und wandle sich immer schneller. Um weiter zu wachsen, so Dustmann, werden hiesige Unternehmen ihre Geschäfte zunehmend auf afrikanische Länder ausrichten müssen. Beeindruckt zeigte sich Dustmann von Startups, die voller innovativer Ideen her kommen um hier Partner zu finden und ihre Geschäfte weiter zu entwickeln.

„Das Deutsch-Afrikanische Wirtschaftsforum ermutigt Unternehmer, den Schritt auf den afrikanischen Markt zu wagen. Hier sind nicht nur Konzerne angesprochen, sondern ausdrücklich auch kleinere und mittlere Unternehmen oder Start-ups“, ergänzte Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Internationales des Landes Nordrhein-Westfalen. „Es ist ein tolles Signal, dass Ghanas Staatspräsident Nana Akufo-Addo persönlich auf dem Wirtschaftsforum sein Land präsentiert und darüber hinaus die Einladung von Ministerpräsident Armin Laschet angenommen hat, Nordrhein-Westfalen zu besuchen. Mit Ghana verbindet die Landesregierung seit 2007 eine enge Partnerschaft. Wir wollen das wirtschaftliche Potenzial dieser Kooperation mit Ghana in den Fokus rücken. Denn wirtschaftliches Wachstum ist nachhaltiger als jede Entwicklungshilfe.“

Auch Ullrich Sierau, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund, betonte die Wichtigkeit des Forums: „Schon jetzt sind Dortmunder Technologieführer aus dem Pumpen- und Anlagenbau oder der Messtechnik in Afrika gefragt. Es freut mich, dass mit diesem Forum der gegenseitige Austausch weiter gefestigt wird. Gerne begrüßen wir auch afrikanische Unternehmen in Dortmund, um eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung international und partnerschaftlich voranzutreiben.“

Der Keynote von Präsident Akufo-Addo folgten die Thesen zur Afrikawirtschaft von Sabine Dall‘Omo, CEO von Siemens (Pty.) Ltd. Southern & Eastern Africa und Präsidentin der AHK Südliches Afrika. Der anschließende Talk, hochkarätig besetzt mit  Dr. Stephan Holthoff-Pförtner, Günter Nooke (persönlicher Afrikabeauftragter im BMZ und der Bundeskanzlerin), Dr. Tobias Traupel (NRW-Wirtschaftsministerium) und Sabine Dall’Omo fragte, welche Möglichkeiten die Politik deutsche Unternehmen in Afrika bieten kann. Gefördert wird das Forum vom Land NRW, Ministerpräsident Armin Laschet trägt die Schirmherrschaft.

Bewährtes und Neuheiten: Berater-Lounge und Pitches
Seit 2010 versorgt die alle zwei Jahre stattfindende Veranstaltung Unternehmen mit exklusiven und topaktuellen Marktdaten, Expertenkontakten und breitgefächerten Informationen über die Chancen und Herausforderungen auf dem afrikanischen Markt. Neu in diesem Jahr waren die Pitches afrikanischer Startups: Sechs junge Unternehmen aus Afrika (Ghana, Sierra Leone, Nigeria und Kenia) warben um die Gunst der Forum-Teilnehmer.

Vier Branchen rückten das Forum in den Fokus: Infrastruktur und Bauwirtschaft, Erneuerbare Energien, Umwelttechnik und Wasserwirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau und – zum ersten Mal – die Digitale Wirtschaft. „Die überaus junge Bevölkerung in Afrika bietet deutschen Digitalunternehmen ein enormes Marktpotenzial mit vielen unerschlossenen Geschäftschancen“, sagt Projektleiterin Sylvia Monzel. Zu jeder Branche wurden Best-Practice-Beispiele vorgestellt. Zudem gaben  Experten Statements zu fachspezifischen Themen wie z.B. Fachkräfteentwicklung oder interkulturelle Herausforderungen in den jeweiligen Geschäftsfeldern.

Ein bewährter Programmpunkt war erneut die ganztägige Berater-Lounge: Für persönliche Beratungsgespräche standen auch dieses Mal sieben Delegierte der Deutschen Wirtschaft afrikanischer Auslandshandelskammern (AHKs) zur Verfügung, die das Forum neben dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) als Organisationspartner unterstützen. Ebenso boten Germany Trade & Invest (GTAI), PwC, Euler Hermes AG und ein EZ-Scout persönliche Dialoge an. (agnrw.de)

Allgemeine Fragen rund um das Forum beantwortet:

Projektleitung: Frau Sylvia Monzel, +49 (0)231-8380029, monzel-at-agnrw.de