Afrika als Chancenkontinent?

Afrika als Chancenkontinent?

Zur Diskussion über die neuen Leitlinien zur Afrikapolitik lädt die Veranstaltungsreihe Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog

München, 30.10.2014 – In den Medien findet Afrika gemeinhin dann Beachtung, wenn ein neuer Konflikt schwelt: Südsudan, Zentralafrikanische Republik, Libyen, Kongo – um nur einige aktuelle Beispiele zu nennen. Deutschlands neue Afrika-Leitlinien, die das von der schwarz-gelben Regierung 2011 beschlossene Strategiepapier ablösen, verstehen Afrika insbesondere als Chancenkontinent und wollen diesem in seiner Heterogenität gerecht werden. Die Potenziale Afrikas liegen, so das 15-seitige Dokument, im Wirtschaftswachstum, im Ressourcenreichtum, in den wachsenden Absatzmärkten und der stetigen Konsolidierung demokratischer Strukturen vieler Staaten. Dennoch kommt es weiterhin zu Konflikten, Krisen und Menschenrechtsverletzungen. In Form von Migrationsbewegungen wirken sich diese immer unmittelbarer auch auf Europa aus. Mehr Verantwortung zu übernehmen – und sich auch militärischen Einsätzen nicht gänzlich zu entziehen – ist eines der erklärten Ziele der Bundesregierung. Dabei steht der Dialog mit den afrikanischen Partnern im Vordergrund, um neuen Herausforderungen gemeinsam begegnen zu können.

Wird das Strategiepapier der Heterogenität des afrikanischen Kontinents gerecht? Und bedeuten die neuen Leitlinien tatsächlich einen völlig neuen Ansatz? Wie sieht die konkrete Umsetzung vor Ort aus? Diese und weitere Fragen diskutieren wir gemeinsam mit Botschafter Dr. Peter Blomeyer (Uganda) und Botschafter Andreas Peschke (Kenia).

Podiumsdiskussion in München
10.11.2014
Deutsche Politik in Afrika: Neue Leitlinien – neuer Ansatz?
am Montag, den 10.11.2014 um 19.00 Uhr
im Instituto Cervantes
Alfons-Goppel-Straße 7 (vormals Marstallplatz), 80539 München
Der Eintritt ist frei. Die Veranstaltung ist öffentlich.

Dr. Peter Blomeyer trat 1990 nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre, Rechtswissenschaften und Geschichte ins Auswärtige Amt ein. Nach Posten in Japan, Albanien, Saudi-Arabien, der Demokratischen Republik Kongo und dem Kosovo sowie zahlreichen Positionen im Inland, unter anderem als Referatsleiter für Ausländerrecht, ist er seit 2014 Botschafter in Uganda.

Andreas Peschke trat 1996 nach seinem Studium der Afrikanistik ins Auswärtige Amt ein. Nach Posten in Nigeria, Russland und zahlreichen Positionen im Inland, unter anderem als Sprecher des Auswärtigen Amts, ist er seit 2013 Botschafter in Kenia.

Moderation: Charlotte Hübner, MSc School of Oriental and African Studies, London

Die Veranstaltung wird vom ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) in Kooperation mit der Gesellschaft für Außenpolitik ausgerichtet. „Außenpolitik live – Diplomaten im Dialog“ ist eine Veranstaltungsreihe des ifa und des Auswärtigen Amts. (ifa)