Afrika/Gabun: Elefanten hungern im Lopé-Nationalpark aufgrund des Klimawandels

Elefanten in einem gabunischen Nationalpark. Foto: WTM

Laut einer Studie gabunischer Wissenschaftler und Experten der Universität Stirling hungern Elefanten im gabunischen Lopé-Nationalpark aufgrund des Klimawandels. „Es ist alarmierend, dass der Klimawandel zu einer Hungersnot unter Waldelefanten führt und sie dazu zwingt, die Wälder zu verlassen, um sich Dörfern auf der Suche nach Nahrung zu nähern, was dazu führt, dass sie die Plantagen verwüsten“, bedauert den Minister für Wasser und Wälder, Lee White.

Die Studie zeigt, dass der signifikante Rückgang der Anzahl der Früchte pro Obstbaum im Lopé-Nationalpark in Gabun mit dem Rückgang des Gesundheitszustands fruchtfressender Waldelefanten zusammenfällt: die Obstproduktion der Bäume ist zwischen 1986 und 2018 um rund 81% zurückgegangen, wodurch sich der Zustand der Elefanten im Jahr 2008 um rund 11% verschlechtert hat.

„Das bedeutet, dass Elefanten und andere Tiere in den 1980er Jahren durchschnittlich an einem von zehn Bäumen reife Früchte gefunden haben, aber heute müssen sie an über 50 suchen, um welche zu finden“, erklären die Experten, die das auf Klimaveränderungen durch steigende Temperaturen zurückführen.

Die am 25. September 2020 veröffentlichte Studie, die die Auswirkungen des Klimawandels in den tropischen Regenwäldern Zentralafrikas und die Bedrohung der Elefantenpopulationen in der Region untersucht, wurde dank einer Partnerschaft mit der Europäischen Union durchgeführt.