Afrika-TV-Tipp: 18.06.2020, 20h15: arte „Abenteuer Namibia“

Faszinierende Landschaften und eine atemberaubende Tierwelt: Namibia ist ein Land der Extreme. Endlose Wüste, gewaltige Gebirgszüge, die höchsten Dünen der Welt und die sagenumwobene Skelettküste am Atlantik machen den landschaftlichen Reiz des südafrikanischen Landes aus.

Wasser spielt in dem von großer Trockenheit geprägten Land eine entscheidende Rolle. In Namibia führen lediglich fünf Flüsse regelmäßig Wasser. In den restlichen Flussläufen versickern die spärlichen Niederschläge meist sehr schnell. Umso erstaunlicher ist der große Tierreichtum: 300 verschiedene Säugetier-, 500 Vogel- und über 100 Reptilienarten machen Namibia zu einem der wildreichsten Länder Afrikas. Und damit das auch in Zukunft so bleibt, hat Namibia als erster Staat der Welt den Naturschutz in seiner Verfassung verankert. Bis heute sind die Spuren deutscher Kolonialgeschichte in Namibia sichtbar. Der deutsche Kaufmann Adolf Lüderitz erwarb 1883 unter fragwürdigen Umständen weite Landstriche an der Küste. 1884 wurde das Land offiziell zur Kolonie „Deutsch-Südwestafrika“. Der erste Diamantenfund löste einen wahren Rausch aus, der immer mehr Deutsche ins ferne Afrika lockte. In die Zeit der deutschen Kolonialisten fiel das wohl blutigste Kapitel der namibischen Geschichte: der Genozid an den Stämmen der Herero und Nama.

Die Dokumentation beleuchtet ein außergewöhnliches Naturparadies, an dem die Folgen des Klimawandels allerdings nicht spurlos vorübergehen. (Quelle arte)