Afrika-TV-Tipp Sonntag, 21.03., 19h20 im ARD-Weltspiegel: Libyen – Hoffnung auf Demokratie und Frieden

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Sie wollen den Gemeinderat in ihrem Viertel von Tripolis aufmischen. Abdo, Sama und zehn weitere junge Politikerinnen und Politiker, die bei den Kommunalwahlen Anfang April antreten. Sie sind zwischen 26 und 32, gut ausgebildet, unabhängig, unbestechlich, wie sie beteuern. Und sie wollen den Neuanfang in Libyen: Milizen, Clans und korrupte Eliten entmachten. Ihre Chancen stehen nicht schlecht.

Wenn die Wahl gut für sie ausgeht, wollen einige sogar bei den nationalen Parlamentswahlen antreten. Nach zehn Jahren Krieg, Chaos und Terror keimt Hoffnung in Libyen. Eine Einheitsregierung ist seit Montag im Amt, soll das gespaltene Land zusammenführen, bereitet die Wahlen im Dezember vor. Auch in der Altstadt von Tripolis ist der Neuanfang zu spüren: Die Architektin Hadia Gana und einige andere Mitstreiter sollen im Auftrag der Regierung das Schmuckstück im Herzen der Hauptstadt wieder aufpolieren, die Infrastruktur auf Vordermann bringen, Häuser renovieren. Ihr Budget ist bescheiden. Aber ARD-Korrespondent Daniel Hechler beobachtet große Entschlossenheit und Motivation: „Es tut sich was in Libyen“. (Autor: Daniel Hechler, ARD-Studio Kairo)

Dazu auch der „Weltspiegel“-Podcast mit Philipp Abresch. Ein Gespräch über die Situation in Tripolis, über das deutsche Engagement in Libyen und Hintergründe zu Menschenhandel und Fluchtwegen. (ots/NDR)