Afrikanische Fluglinien in der Misere

Afrikanische Fluglinien in der Misere

Während die anglophonen Länder Afrikas über gut funktionierende Fluggesellschaften verfügen – man denke nur an Southafrican Airlines, Ethiopian Airlines, Kenya Airways etc. – hangeln sich die frankophonen Länder von einer Pleite in die andere.

Kameruns Nationalairline Camair-co, vor einigen Jahren bei ihrer Gründung noch als „der Stern Afrikas“ gepriesen und inzwischen vom x-ten Geschäftsführer geleitet und von Reisenden wegen ihrer ständigen stundenlangen Verspätungen gemieden, musste gerade erleben, dass eine Boeing 737-700 in Paris beschlagnahmt wurde, weil die Leasingfirma ihr Geld nicht bekam.

Der 2009 gegründeten Senegal Airlines geht es ebenso:  sie verlor gerade ihr drittes Flugzeug, das noch unter Präsident Abdoulaye Wade beim amerikanischen Vermieter Gecas angemietet worden war. Der letzte Airbus A320-200 der Senegal Airlines, sowieso schon recht betagt, wurde Gecas am 31. Mai zurückgegeben. Nun bleibt der Fluggesellschaft nur noch eine einzige Boeing 737-300 und eine CRJ 100 von Bombardier, womit natürlich ein regulärer Flugbetrieb nicht zu gewährleisten ist.

Andere, gar nicht mehr existierende Fluggesellschaften wie Gabonairlines, pleite seit über 3 Jahren, dürfen lt. EU weiterhin europäische Flughäfen anfliegen – so viel zur Aktualität und Präzision der so genannten „Schwarzen Liste“ der EU … (Ingrid Aouane)