Berlin: Mahnwachen gegen die Verschärfung des Aufenthaltsgesetzes

Berlin: Demonstration mit Theater gegen die Verschärfung des Aufenthaltsgesetzes

Die selbstorganisierte Gruppe Corasol – Contre le Racisme Show Solidarity – lädt für Samstag 13.6. ein zu einer Demonstration gegen die Verschärfung des Aufenthaltsgesetzes. Die Demo beginnt um 14 Uhr am Hermannplatz und endet am Auswärtigen Amt. Kurz vor der letzten Abstimmung des Bundestags zu dem Gesetz soll so ein lautes und klares Zeichen gesetzt werden.

In Handschellen von einem Polizisten durch die Straßen gezerrt, zum Verbrecher deklariert – ein geflüchteter Mensch wird abgeführt. Heute noch Theater, aber morgen kann diese Situation für noch mehr geflüchtete Menschen in Deutschland Realität werden. Das neue Aufenthaltsgesetz deklariert Fluchtwege und Selbstschutz zum Inhaftierungsgrund.

Es ist nicht die erste Aktion, die sich gegen die Abstimmung des sogenannten Gesetzes zur „Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ richtet.  Nach Mahnwachen, Informationsveranstaltungen und Konzerten werden auch diesmal Geflüchtete durch Theater,  Musik und lauten empörten Stimmen ihren Protest auf die Straße tragen.

Mit unserer Aktion sagen wir NEIN! zur Verschärfung des Aufenthaltsgesetzes und NEIN! zur Kriminalisierung von Flucht.

„Migration ist kein Verbrechen. Wir sind weder Verbrecher_innen, noch Pirat_innen. Wir sind einfach nur da wo ihr seid und wollen bleiben. Bleiben, um zusammen eine vielfältige, multikulturelle, antirassistische und gleichberechtigte Gesellschaft aufzubauen.“ (Emmanuel F., geflüchtet aus Kamerun, Aktivist bei Corasol) (corasol)