Black History Month in der Werkstatt der Kulturen in Berlin: MFA KERA Artist of the Month im Februar

KeraJedes Jahr im Februar wird weltweit der Black History Month mit Veranstaltungen zu Schwarzer Kultur und Geschichte zelebriert. Diese Tradition geht auf das Jahr 1926 zurück, als der afro-amerikanische Historiker Dr. Carter G. Woodson die breite Öffentlichkeit in den USA über Schwarze Geschichte und die Errungenschaften von Afro-Amerikaner_innen unterrichten wollte. Der erste deutsche Black History Month fand im Jahre 1991 statt und wurde von der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland organisiert. Die WERKSTATT DER KULTUREN in Berlin leistet auch in diesem Jahr mit der Konzertreihe BLACK MUSIC RENAISSANCE ihren Beitrag zur Sichtbarmachung von Schwarzer Kultur, Geschichte und Gegenwart.

An mehreren Abenden im Februar präsentiert Kelvin Sholar klassische und einzigartige Musikstile Afrikas und der afrikanischen Diaspora.

Am 12. Februar 2016 findet das nächste Konzert der Black Music Renaissance-Reihe statt: A Tribute to the Music of MAMA Africa, mit der wunderbaren Sängerin MFA Kera, unserem „Artist of the Month“. Sie wird am 12.02.16 im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe BLACK HISTORY MONTH goes Black Music Renaissance unter der Leitung von Bandleader, Komponist, Arrangeur und Pianist Kelvin Sholar zu hören sein.

Die Sängerin und Komponistin MFA Kera stammt ursprünglich aus Madagaskar und wuchs in Senegal auf. „Stellen Sie sich Sarah Vaughan, Grace Jones, Shirley Bassey und Ima Sumac in einer afrikanischen Sängerin vor, dann bekommen Sie eine Vorstellung von ihrem großen Talent. Man muss ihre Live-Bühnen-Performance erleben, um ihre Energie und ihr Charisma wirklich schätzen und genießen zu können.“

Interview mit Mfa Kera

WDK: Du bist schon mal in der WERKSTATT DER KULTUREN aufgetreten. Hast du da Musiker_innen kennengelernt, mit denen du später arbeiten konntest?

MK: Ich habe durch die WERKSTATT DER KULTUREN natürlich viele Künstler_innen kennengelernt – und lerne immer wieder neue Musiker*innen kennen. Am 12.02. beispielsweise, spiele ich bei Black Music Renaissance nicht mit meiner Band “Black Heritage”, sondern mit Musikern, mit denen ich noch nie aufgetreten bin: mit dem Bassisten Arcadius Didavi, dem Pianisten Kelvin Sholar und JC Doo-Kingue an der Gitarre. Durch die Musik lernt man immer wieder neue Schwestern und Brüder kennen.Die WERKSTATT ist für mich wie ein Tempel der Kulturen. Ich liebe dieses Gebäude. Ich habe zum ersten Mal in den 1990ern in der WERKSTATT DER KULTUREN gespielt. Sie ist für mich ein wichtiger Ort in Berlin.

WDK: Du sagtest, dass das Thema Reise für dich wichtg ist? Kannst du uns mehr darüber erzählen?

MK: Ich komme aus Madagaskar, bin aber in Senegal aufgewachsen. Auf meinen Konzerten und mit dem Musikprojekt “Mama Africa” versuche ich auch das Publikum durch meine Kompositionen auf eine Reise mitzunehmen. Ich beginne oft mit Gospel, Blues und spiritueller Musik aus Madagaskar, und gehe dann zu Funk und “Afro-Soul” über.

WDK: Arbeitest du gerade an einem neuen Album mit deiner Band “Black Heritage”?

MK: Ja, unser Album “Humans, Humans” soll 2016 veröffentlicht werden. Unser letztes Album hieß “Talking Africa”. Bei diesem Album hatten wir TM Stevens und Themba Maxwell als Special Guests.

BLACK HISTORY MONTH GOES BLACK MUSIC RENAISSANCE –
A TRIBUTE TO THE MUSIC OF MAMA AFRICA

KONZERT

Freitag, 12.02.2016, 21:00h | Club

Eintritt: 15,- /10,- /5,- €

(Quelle: Werkstatt der Kulturen, Berlin)