Buchtipp: „Was verloren geht“

Buchtipp: „Was verloren geht“Die afroamerikanische Autorin Zinzi Clemmons nimmt den Leser mit auf die Reise zu den einprägenden, lebenswerten und traurigen Erfahrungen und Erlebnissen im Umfeld der Hauptperson ihres Romans. Wechselnde Freundschaften und ihre Familie stehen dabei im Mittelpunkt.

Johannesburg in Südafrika und Pennsylvania in den USA sind die Stationen, die das Leben von Thandi prägen.

Die Geschichte dreht sich um ihre vielfältigen Gefühle, die sich aufteilen zwischen den Freunden, dem Vater und der Mutter. Ihre Mutter ist an Krebs erkrankt. Sie lebt in der südafrikanischen Stadt Johannesburg. Thandi hatte bisher keine direkte Beziehung zu dem Land ihrer Vorfahren.    Gemeinsam mit dem Vater kümmert sie  sich um ihre  Mutter. Sie durchlebt das ganze Spektrum der Empfindungen, die Höhen und Tiefen, die dicht beieinander liegen. Hoffnung und Verzweiflung bestimmen den Alltag.  Schmerzhaft ist der Prozess des Abschied nehmen Müssens.

Zinzi Clemmons macht mit ihrem Buch darauf aufmerksam, dass Liebe allgegenwärtig ist. Sie vermittelt mit ihrem Roman die Zuversicht, dass es sich lohnt, darum zu kämpfen. So auch, wenn es um  die Gestaltung der eigenen Zukunft geht. Thandi  ist auf der Suche nach Liebe und einer Familie. Ihr Wunsch lässt sich nur schwer realisieren.

Eingestreut sind Passagen aus dem Bericht der Südafrikanischen Wahrheitskommission und aus der Autobiographie von Nelson Mandela, sowie „Einige Beobachtungen zu Rassenbeziehungen und Sicherheit in Südafrika“. Sie stellen damit einen Bezug her zu den Lebensbedingungen in Südafrika und  in Amerika.

Eine  Publikation für Leser/innen, die eintauchen wollen in die Lebenswelt einer Frau auf der Suche nach und dem Entdecken ihres Weges.   (Theresa Endres)

Zinzi  Clemmons
Was verloren geht
Aus dem Amerikanischen von Clara Drechsler und Harald Hellmann
Ullstein, 2019
Preis: 20,00 EURO
ISBN 978-3-550-05059-6