Burkina Faso: „Afrika öffnet sich der Welt“

23. Internationales afrikanisches Film und Fernsehfestival FESPACO
FESPACO 2013: Die offizielle Eröffnung am Samstag aufwändig inszeniert, begleitet von nationalen und internationalen Musikstars, animierte das begeisterte Publikum zum Mitmachen. Eine farbenfrohe in rot grün gelb lila dominierte Darbietung von 800 Tänzern und ein glanzvolles Feuerwerk beeindruckten die Zuschauer.

Neu in diesem Jahr ist die stärkere Einbindung von Frauen. In allen Auswahlgremien sind Frauen die Vorsitzenden. Alimata Salambere, frühere burkinische Kultusministerin ist der Ehrengast der Filmfestspiele. Sie engagiert sich seit 1969 für den afrikanischen Film, sie hat sich insbesondere für die Entwicklung von FESPACO eingesetzt.

Neu ist auch die Einladung von Ehrengästen aus Gabun. Sie präsentieren einen Einblick ihrer 50 jährigen Filmgeschichte und sind mit sechs Beiträgen im Wettbewerb vertreten.

Auch in diesem Jahr bietet das afrikanische Film und Fernsehfestival wieder ein reichhaltiges Programm. Leitthema ist „ Das afrikanische Kino und die öffentliche Politik Afrikas“. 101 Filme in 10 Tagen koennen die aus allen Teilen der Welt angereisten Besucher in den sieben über die Stadt verteilten sieben Kinos sehen.

Wettbewerbsfilme aus 35 Ländern zeichnen das diesjährige Festival aus. Algerien, Marokko, Tunesien, Ghana, Guadeloupe ,Elfenbeinkueste, Kenya, Kamerun, Benin, Togo, Südafrika, Senegal, Mali, Ruanda, Madagaskar finden sich unter den am Wettbewerb Beteiligten. Der offizielle Katalog 2013 erlaubt einen Überblick über die im Wettbewerb zugelassenen Filme von langer und kurzer Dauer, Dokumentarfilmen, Science Fiktion Produktionen und Fernsehserien.

Diskussionsveranstaltungen und Ateliers rund um den afrikanischen Film, musikalische Nächte; das Dorf des mobilen Kinos (CNA) und die Markplätze sind einige der Angebote für die Festivalgäste. Der internationale Markt des Fernsehens und des afrikanischen Kinos (MICA) bieitet das Forum fuer den Austausch unter den Produzenten.

Der algerische Film “YEMA“ der Regieusseurin Djamila Sahouri eröffnete die zwanzig zum Wettbewerb zugelassenen Spielfilme. Dieser Film erzählt in ruhigen Bildern von einer Mutter, die sich auf ihre Art mit ihren zwei Söhnen, die unterschiedliche Wege in ihrem Leben gewählt haben, auseinandersetzt. Sparsame Dialoge, die karge Landschaft in den Bergen von Algerien sind imponierende Elemente in diesem Film, der beim Publikum viel Resonanz gefunden hat.

Noch ist es offen, wer einen der FESPACO Preise in Empfang nehmen kann. Die Gastgeber Burkina Faso hoffen nach langer Wartezeit auf einen Preis 2013. (Theresa Endres, Ouagadogou, Foto: Filmszene aus YEMA, Neon Productions)