Burkina Faso: Putschautor Diendéré droht Todesstrafe

Kaboré IgiGeneral Gilbert Diendéré, Urheber des Putsches vom 16. September, wird wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt. Das kündigte gestern der Leiter der Militärjustiz, Sita Sangare, auf einer Presskonferenz an. Wie örtliche Medien berichten, droht ihm droht sogar die Todesstrafe, die in Burkina Faso noch nicht abgeschafft wurde.

 

„Die Anklagepunkte im Rahmen des Staatsstreichs vom 16. September lauten u.a. Attentat, Mord, Dokumentenfälschung, je nach Einzelperson. Manche werden wegen Verbrechens gegen die Menschlichkeit angeklagt. General Diendéré ist einer von ihnen“, sagte Sita Sangare.

 

Der Staatsstreich in Burkina Faso führte zu einer schweren Krise im Land, mit einer lebhaften Mobilisierung der Bevölkerung gegen das, was sie als Kapitalverbrechen ansahen. Der gescheiterte Putsch führte zu einer Verschiebung der für Oktober angesetzten Wahlen auf den 29. November. Favoriten bei der Wahl sind Ablassé Ouedraogo, und Roch Marc Kaboré, (auf unserem Foto im AFRICA live – Interview vor einigen Jahren).

 

Das Land, das ein größeres Blutvergießen vermieden und den Staatsstreich neutralisiert hat, versucht nun, seine Wunden zu heilen. Die bevorstehenden Wahlen sollte es ermöglichen, einen neuen Anfang zu machen. (afrik.com)