César 2015 - Preisverleihung in Paris: Sieben Auszeichnungen für den Film Timbuktu

César 2015 – Preisverleihung in Paris: Sieben Auszeichnungen für den Film Timbuktu

Weltweit hat der Film des mauretanischen Regisseurs Abderrahame Sissako viel Aufmerksamkeit erfahren. Seit dem Filmstart im Dezember 2014 haben Millionen von Zuschauern in Europa, Asien und den Vereinigten Staaten die Verfilmung der Ereignisse von 2012 im Norden von Mali in den Kinos gesehen. Reagiert haben die Besucher meist mit Betroffenheit und dem Wunsch, dass die Bevölkerung Malis endlich den Frieden leben kann. 
Beim diesjährigen französischen Filmfestival konnte zum ersten Mal ein Afrikaner, mit dem mauretanischen Regisseur Abderrahame Sissako, den begehrten Preis für die beste Regie entgegen nehmen. Weitere Höhepunkte in den Auszeichnungen folgten in der Kategorie für das beste Drehbuch, den besten Schnitt und Ton, die beste Kamera und Musik sowie für den besten Film.

Nach der Preisverleihung, unterstrich der Regisseur, „dass nicht nur Mauretanien, sondern ganz Afrika auf uns schaue, auf unseren ungewöhnlicher Kontinent, der nur selten erwähnt in seiner Schönheit und Kraft“.

Sein Interesse sich mit dieser spannungsgeladenen Thematik auseinanderzusetzen, wurde, so berichtet Abderrahame Sissako, ausgelöst durch den Tod eines jungen Paares, zu Tode gesteinigt, einfach nur weil sie nicht verheiratet waren, geschehen im 21. Jahrhundert.

Sein Film versucht, die Realitäten von Mali 2012 unter den Dschihadisten wider zu spiegeln.

Die Geschichte spielt in Timbuktu, wo diese Gruppe, die sich zusammen gefunden hat aus verschiedenen Nationen, mit unvorstellbarer Grausamkeit ihre Version des Islam durchsetzen wollte. Sichtbar macht der Film die alltäglichen Leiden der Bewohner, aber auch die Formen von Widerstand sind in den Szenen über das Leben im Norden Malis unmittelbar erfahrbar.

„Timbuktu “ steht ebenso auf der Liste der für den Wettbewerb des internationalen Film- und Fernsehfestivals (FESPACO) in Ouagadougou, vom 27 Februar bis 7 März 2015, ausgewählten Beiträge. Eine spannende Frage, wie das Publikum der afrikanischen Länder diesen Film des mauretanischen Filmemachers aufnehmen wird. (Theresa Endres)