Covid-19: Ärzte ohne Grenzen weitet Hilfe weltweit aus – Details zu Aktivitäten in Afrika

Covid-19: Ärzte ohne Grenzen weitet Hilfe weltweit aus – Details zu Aktivitäten in Afrika
Krankenhaus Abobo Nord bei d’Abidjan

Die internationale Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen reagiert weltweit auf die Ausbreitung des Coronavirus und baut entsprechende Hilfsprogramme auf. In Zusammenarbeit mit Gesundheitsministerien und lokalen Gesundheitseinrichtungen richtet sich ein großer Teil der Aktivitäten in Europa an besonders gefährdete Personen wie Obdachlose, Migranten und Geflüchtete, die auf der Straße oder in behelfsmäßigen Lagern leben, sowie an Menschen in Alten- und Pflegeheimen.

Auf dem afrikanischen Kontinent sind derzeit 43 von 54 Ländern von der Covid-19-Pandemie betroffen, darunter sehr viele Länder, in denen Ärzte ohne Grenzen bereits seit Jahren im Einsatz ist. Neben Maßnahmen zur Infektionskontrolle und dem Einbeziehen der Bevölkerung geht es dort auch darum, Alternativen zu den breit angelegten Testverfahren zu finden, die in diesen geschwächten Gesundheitssystemen nicht möglich ist.

In Südafrika wurden die Mitarbeitenden aus den bislang bestehenden vier Projekten zur Hilfe für Covid-19-Patienten in den Provinzen Gauteng, KwaZulu-Natal und Westkap neu eingesetzt. Sie helfen u.a. beim Abverfolgen von Kontakten, bei der Entwicklung und Verbreitung von Aufklärungsmaterialien zur Gesundheitsförderung, und machen Pläne für Triage, Isolation und Behandlungsmaßnahmen in Kliniken.

In Burkina Faso schulen Mitarbeitende Personal des Gesundheitsministeriums.

In Kamerun hat Ärzte ohne Grenzen auf Bitte der Gesundheitsbehörden mit der Unterstützung von Krankenhäusern in Yaounde und in Buea begonnen. Die Teams suchen dort derzeit nach Isolationskapazitäten außerhalb der bestehenden Gesundheitseinrichtungen.

In Mali unterstützt Ärzte ohne Grenzen die Leitung einer Covid-19-Einheit auf dem Krankenhausgelände in Bamako.

In der Elfenbeinküste unterstützt Ärzte ohne Grenzen beim Screening ankommender Passagiere auf dem Flughafen von Abidjan. In der Stadt Bouake hat Ärzte ohne Grenzen Gesundheitsmitarbeiter geschult und unter anderem Handwaschstationen in mehreren Einrichtungen eingerichtet.

In Libyen schult Ärzte ohne Grenzen Mediziner und Pflegepersonal in Tripolis zu den Themen Infektionskontrolle und Fallmanagement. (MSF)