Covid-19: Wie bereitet die WHO die Impfkampagne in Afrika vor?

Angesichts der beträchtlichen Fortschritte bei der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus beginnt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), sich in afrikanischen Ländern zu engagieren. Am 26. November drängte Dr. Matshidiso Moeti, WHO-Regionaldirektorin für Afrika, die Regierungen, sich besser auf die Impfkampagne vorzubereiten.

Die afrikanischen Länder werden dringend aufgefordert, sich besser auf die Impfkampagne gegen das Coronavirus vorzubereiten. Der Aufruf kommt von Dr. Matshidiso Moeti, Regionaldirektorin für Afrika der Weltgesundheitsorganisation. In ihrer Mitteilung fordert sie die Regierungen auf, Führungsstärke zu zeigen, um die Koordination dieser Kampagne in ihren Ländern besser zu gewährleisten.

„Die größte Impfkampagne in der Geschichte Afrikas steht kurz vor dem Start, und die afrikanischen Regierungen müssen ihre Vorbereitungen dringend intensivieren. Wir brauchen aktive Führung und Engagement auf den höchsten Regierungsebenen mit starken und umfassenden nationalen Koordinationsplänen und -systemen.

Ein Aufruf zur Eigenverantwortung

Für Dr. Matshidiso hängt der Erfolg dieser Kampagne von der Eigenverantwortung der Gemeinschaft ab. „Die Entwicklung eines sicheren und wirksamen Impfstoffs ist nur der erste Schritt zu einer erfolgreichen Markteinführung. Wenn die Bevölkerungen nicht einbezogen und davon überzeugt werden, dass der Impfstoff ihre Gesundheit schützen wird, werden wir kaum Fortschritte machen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die Länder auf die Bevölkerungen zugehen, ihren Anliegen Gehör schenken und ihnen in diesem Prozess eine Stimme geben.

Die finanziellen Zwänge der Impfung

Nach Angaben der WHO haben bereits vierzig Länder in Afrika das Covid-19 Vaccine Readiness Assessment Tool (VIRAT) aktualisiert. Dieses für die Gesundheitsministerien bestimmte Dokument enthält einen Fahrplan für Länder, die die Einführung eines Impfstoffs gegen Covid-19 planen. Es umfasst zehn Bereiche, darunter Planung, Koordination, Finanzierung, Lieferdienste, Logistik, Impfstoffsicherheit, Überwachung, Kommunikation und Engagement innerhalb der Bevölkerung.

Derzeit arbeitet die UNO-Agentur in Zusammenarbeit mit ihren Partnern daran, über den COVAX-Mechanismus einen gerechten Zugang zu Impfstoffen in Afrika zu gewährleisten. Ein Ansatz, der nach Angaben der WHO „zunächst 20% der afrikanischen Bevölkerung Schutz bieten wird“. Nach den neuesten Daten werden die Kosten für den Einsatz des Impfstoffs auf dem Kontinent auf rund 5,7 Milliarden Dollar geschätzt. Dieser Betrag basiert auf COVAX-Schätzungen eines durchschnittlichen Impfstoffpreises von 10,55 US-Dollar pro Dosis. (afrik.com)