DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 01/2017: Macht und Geldgier

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 01/2017: Macht und GeldgierEskalation in Gambia
Am 1. Dezember fanden Präsidentschaftswahlen in Gambia statt. Obwohl sich der Oppositionskandidat Adama Barrow durchsetzen konnte und Langzeitpräsident Yahya Jammeh somit abgewählt wurde, weigert sich letzterer das Wahlergebnis anzuerkennen. Grund dafür seien Fehler beim Wahlprozess. Seitdem versuchen lokale und ausländische Delegationen sowie Beobachterinnen und Beobachter Jammeh davon zu überzeugen, freiwillig die Macht an seinen Nachfolger zu übergeben.

Die ECOWAS hat sogar darauf aufmerksam gemacht, dass die eventuelle Verweigerung seitens Jammehs die Macht bis zum 19. Januar friedlich abzugeben, zu einer Eskalation führen könnte und die Möglichkeit bestehe, Truppen zur Lösung der Situation in Gambia zu stationieren. Darauf reagierte der sich an seine Macht klammernde Präsident scharf und erklärte, der Einsatz von Truppen werde als Kriegserklärung betrachtet. Inzwischen haben seine Sicherheitskräfte zwei private Radiosender abgestellt. Während Armeechef Ousman Bajie in einer Neujahrsbotschaft seine Loyalität zum abgewählten Machthaber erklärte, ist Alieu Momar Njie, der als Chef der Wahlkommission Barrows unerwarteten Sieg verkündet hatte, am Dienstag aufgrund von Todesdrohungen in den Senegal geflohen.

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