DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 03: Macht und Gegenmacht

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 03: Macht und GegenmachtRegierungskrise in Gambia setzt sich fort: Der am 01.12. abgewählte Yahya Jammeh hält weiter am Präsidentenamt fest. Von den Aufforderungen der ECOWAS, von gescheiterten Vermittlungsversuchen des nigerianischen Präsidenten, einem von Senegal im UN-Sicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurf und dem Angebot, in Marokko oder Nigeria Asyl zu erhalten, zeigte sich Jammeh unbeeindruckt. Der neu gewählte Präsident Adama Barrow legte dennoch am Donnerstag seinen Amtseid in der gambischen Botschaft in Dakar ab. Kurz darauf drangen militärische Verbände von u.a. Senegal und Nigeria in gambisches Staatsgebiet vor.

Nach Verhängung des Ausnahmezustandes sind allein bis Montag 26.000 Menschen in den Senegal geflohen, tausende Touristinnen und Touristen werden ausgeflogen. Zusätzlich sorgten zwei Zwischenfälle für Aufsehen: Jammeh zeichnete ein telefonisches Konsultationsgespräch mit der liberianischen Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf ohne ihr Einverständnis auf und veröffentlichte es im gambischen Fernsehen. Außerdem erreichte den Wahlsieger Barrow die tragische Nachricht, dass sein achtjähriger Sohn am Sonntag in Senegal den tödlichen Bissen mehrerer Hunde zum Opfer gefallen ist. (DAS)

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