DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 12: Einigung und Spaltung

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 12: Einigung und SpaltungKontinentales Freihandelsabkommen von 44 afrikanischen Staaten unterschrieben: Am Mittwoch unterzeichneten Vertreter von 44 afrikanischen Staaten auf einem Sondergipfel der Afrikanischen Union in Ruanda das seit mehreren Jahren ausgehandelte kontinentale Freihandelsabkommen (CFTA). Im Falle einer Ratifizierung durch alle 55 afrikanischen Staaten würde die größte Freihandelszone der Welt entstehen mit einem Binnenmarkt von 1,2 Milliarden Menschen.

Ziel des historischen Abkommens ist es denn auch, den afrikanischen Binnenhandel, der heute nur 16% des Handels afrikanischer Staaten ausmacht, deutlich zu erhöhen. Konkret sieht das historische Abkommen u.a. die 90%-ige Liberalisierung des Warenhandels und den Abbau von Außenzöllen vor. Dem Abkommen fern blieben jedoch zumindest zunächst die wichtigsten afrikanischen Wirtschaftsmächte, Südafrika und Nigeria. Südafrikas Zögern erklärt sich aus dem fehlenden Abschluss des nationalen Konsultationsprozesses, Präsident Cyril Ramaphosa sprach bereits die Unterstützung seines Landes für das Abkommen aus.

Einen Rückschlag hingegen bedeutete die kurzfristige Absage des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buharis. Auf Druck der nigerianischen Gewerkschaften, welche die lokale Industrie gefährdet sehen, kündigte Buhari an, das Freihandelsabkommen erneut überprüfen zu wollen. Viel Zeit bleibt nicht. Nach der Ratifizierung auf nationaler Ebene soll der Vertrag bereits bis Ende des Jahres in Kraft treten. (Deutsche Afrika Stiftung)

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