DAS-Afrika-Pressespiegel KW 13: Eine Frage der Diplomatie

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 13: Eine Frage der DiplomatieDR Kongo Präsident Tshisekedi besucht ruandischen Amtskollegen Kagame: Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo, Felix Tshisekedi, besuchte vergangenen Montag auf Einladung seines Amtskollegen Paul Kagame den Nachbarstaat Ruanda im Rahmen eines Wirtschaftsforums. Der Staatsbesuch wird als Zeichen der Versöhnung zwischen den beiden Nationen gesehen, deren Verhältnis bisher als belastet gilt. Derweil betonte Tshisekedi die Wichtigkeit der bilateralen Zusammenarbeit und legte als symbolische Geste am Denkmal des ruandischen Genozids von 1994 Blumen nieder.

Tshisekedis Besuch wird besonders im eigenen Land mit Argwohn betrachtet: Nach der Flucht von zwei Millionen Hutu-Rebellen in den Osten des Landes griff der ruandische Konflikt vor 25 Jahren auf die DR Kongo über und entwickelte sich zum blutigsten Konflikt des Kontinents, der bis heute andauert. Viele Kongolesen werfen der ruandischen Regierung dabei die Unterstützung von Rebellen und die anhaltende Destabilisierung der Region vor. Für Tshisekedi und Kagame wäre eine jeweilige Annäherung an das Nachbarland indes von Vorteil: Tshisekedi benötigt nach seinem umstrittenen Wahlsieg dringend Unterstützung und bereiste seit seinem Amtsantritt bereits mehrere afrikanische Länder. Ruanda befindet sich im Zwist mit den Anrainerstaaten Uganda und Burundi und sucht demzufolge nach neuen Verbündeten in der Region.

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