DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 16: In der Offensive

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 16: In der OffensiveSimbabwe entlässt tausende Pflegekräfte: Am Dienstagabend verkündete der Vizepräsident Constantino Chiwenga die Entlassung von über 15.000 Krankenschwestern und Krankenpflegern, aufgrund ihrer Teilnahme an einem Streik. Tags zuvor hatte die Belegschaft der staatlichen Krankenhäuser die Arbeit niedergelegt, um mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedingungen durchzusetzen. Nach Angaben der Regierung sollen bereits große Summen an das Gesundheitsministerium geflossen sein, um die Missstände zu beheben.

Als die Streikenden trotzdessen nicht an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten, wurde allen Beteiligten fristlos gekündigt. In den staatlichen Kliniken des südafrikanischen Landes herrscht derweil Notbetrieb. Der entstandene Fachkräftemangel soll laut Chiwenga durch die Reaktivierung pensionierter Krankenschwestern und die Einstellung arbeitsloser Pflegekräfte ausgeglichen werden. Währenddessen rief die Gewerkschaft dazu auf, Streiks und Proteste fortzusetzen. Die Ausstattung in den Krankenhäusern Simbabwes sei miserabel, die Personalsituation vollkommen unzureichend und die Forderungen nach mehr Einkommen gerechtfertigt. Erst vor einigen Wochen hatten in Simbabwe die Ärzte lange gestreikt und Zugeständnisse bei der Bezahlung durchgesetzt. Nun drohen auch die Lehrer der öffentlichen Schulen mit einem Ausstand. (Deutsche Afrika Stiftung)

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