DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 21: Verlust und Gewinn

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 21: Verlust und GewinnKatholische Kirche mobilisiert Massenproteste in Nigeria: Mit einem landesweiten Aufruf hat die katholische Kirche am Dienstag zehntausende Menschen für Protestmärsche gegen die aktuelle Regierung unter Präsident Muhammadu Buhari mobilisieren können. Am 24. April hatten Bewaffnete im Dorf Mbalom während der Frühmesse eine Kirche gestürmt und um sich geschossen, wobei zwei Priester und 17 Gemeindemitglieder ums Leben kamen.

Wer genau hinter dem Attentat steht, ist unklar. Dieses steht jedoch im Kontext des seit längerem anhaltenden Konflikts zwischen christlich geprägten Landwirten und der überwiegend muslimisch geprägten Volksgruppe der Fulani. Zu der zentralen Gedenkfeier im Bundesstaat Benue erschienen rund 10.000 Menschen, darunter zahlreiche Bischöfe, der Gouverneur von Benue und Vizepräsident Yemi Osinbajo. Damit verliert Präsident Buhari vor den Wahlen im Jahr 2019 die Unterstützung einer in Nigeria sehr einflussreichen Institution. Auch wenn vor allem die Pfingstkirchen in Nigeria immer mehr Zulauf gewinnen, hat die Position der katholischen Kirche konfessions- und religionsübergreifend bei vielen Christen und Muslimen nach wie vor ein besonderes Gewicht.

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