DAS-Afrika-Pressespiegel KW 27: Wechselnde Währungen

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 27: Wechselnde Währungen

Engpass in Simbabwe nach Fremdwährungsverbot: In Simbabwe müssen Staatsbürger künftig lange auf einen neuen Pass warten. Die Ausstellung neuer Pässe wurde am Montag auf unbestimmte Zeit eingestellt, dringende Anträge erhielten eine Wartezeit von 18 Monaten. Grund hierfür ist das Verbot von Fremdwährungen, das vergangene Woche von der simbabwischen Regierung per Dekret praktisch über Nacht angeordnet wurde.

Die Regierung von Präsident Emmerson Mnangagwa hat somit die erst im Februar geschaffene Übergangswährung RTGS Dollar in den Zimbabwe Dollar überführt, diesen vom US-Dollar entkoppelt und zum einzigen gesetzlich erlaubten Zahlungsmittel des Landes erklärt. Mit diesem drastischen Schritt soll der schlechten wirtschaftlichen Lage entgegengewirkt werden. Nun aber können Güter, die – wie etwa das Material für Reisepässe – importiert werden müssen, aus Mangel an internationaler Währung nicht ins Land gebracht werden. Simbabwe leidet auch unter Mnangagwa weiter unter hoher Inflation, die im Mai dieses Jahres auf 98% anstieg. Kritiker sehen derweil den Schritt der Wiedereinführung des Zimbabwe Dollars als verfrüht an.

ECOWAS beschließt Einführung gemeinsamer Währung …

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