DAS-Afrika-Pressespiegel KW 3: Zwischen Hoffnung und Ungewissheit

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 3: Zwischen Hoffnung und UngewissheitVorbereitung der Friedensgespräche zu Libyen in Berlin: am gestrigen Donnerstag reiste der deutsche Außenminister Heiko Maas nach Libyen, um im Vorfeld der für Sonntag in Berlin geplanten Libyen-Konferenz mit General Chalifa Haftar über einen möglichen Waffenstillstand zu verhandeln. Laut Maas sei der Warlord, der eine militärische Offensive gegen die von der UN unterstützten libyschen Regierung unter Premierminister Fayez al-Sarradsch führt, prinzipiell bereit, sich an eine Waffenruhe zu halten.

Zu den von Deutschland initiierten Friedensgesprächen am Sonntag hat Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel Vertreter aller beteiligten Parteien eingeladen. Neben Sarradsch und General Haftar werden die Staatschefs Russlands, Frankreichs, der Türkei, Ägypten und weiterer Mächte erwartet. So erhielten etwa die USA, China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Italien und die AU weitere Einladungen. Deutschland versucht bereits seit dem letzten Jahr zwischen den Konfliktparteien zu vermitteln und einen innerlibyschen Versöhnungsprozess anzustoßen. Inwiefern diese Konferenz nun zur Befriedung des Bürgerkriegs in Libyen beitragen kann, bleibt offen. Anfang der Woche waren Gespräche zwischen den Konfliktparteien bei einer Konferenz in Moskau noch gescheitert. Haftar hatte einen Waffenstillstand abgelehnt und reiste abrupt ab, ohne die bereits von Premier Sarradsch unterschriebene Vereinbarung anzunehmen. Die Konfliktlage in Libyen gilt als äußerst komplex, da beide Konfliktparteien auf internationale Unterstützer zurückgreifen können, die wiederum nationale Interessen in dem nordafrikanischen Staat verfolgen. So stehen die Türkei und Italien etwa an der Seite der offiziellen Regierung in Tripolis, während Russland, Frankreich und Ägypten als Unterstützer Haftars gelten.

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