DAS-Afrika-Pressespiegel KW 33: Zulassungsbeschränkung

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 33: Zulassungsbeschränkung

Nigerias Präsident fordert Lebensmittelimportverbot: In Nigeria hat Präsident Muhammadu Buhari die Zentralbank aufgefordert, die Finanzierung von Lebensmittelimporten komplett einzustellen. Mit diesem Schritt sollen Produktionsanreize für lokale Bauern geschaffen, die Wirtschaft des Landes diversifiziert sowie die nationale Ernährungssicherheit sichergestellt werden. Kritiker hingegen sehen in dem Vorgehen die Unabhängigkeit der Zentralbank gefährdet. Diese unterliegt laut Gesetz keiner Weisungsgebundenheit von Seiten der Politik.

Auch werden Zweifel geäußert, ob das Verbot ohne komplementäre Maßnahmen zur Steigerung der landwirtschaftlichen Produktivität überhaupt wirksam sein kann. Solange Nigeria die nötigen Nahrungsmittelmengen nicht selbst herstellen kann, könne ein Importverbot zu erhöhtem Schmuggel und teureren Preisen führen. Außerdem stehe die Direktive im Konflikt mit den Zielen der Afrikanischen Freihandelszone, der Nigeria erst letzten Monat beigetreten ist. Importverbote an sich sind allerdings keine Neuerung in Nigeria: Bereits 2015 hatte die Zentralbank ein Verbot für die Einfuhr von 41 Gütern mit ausländischer Währung erlassen. Letzten Monat hatte sie dann angekündigt, den Import von Milcherzeugnissen zu stoppen. Der Vorstoß Buharis weitet die bestehenden Verbote nun auf alle Lebensmittelimporte aus.

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