DAS-Afrika-Pressespiegel KW 37: Aufbruchstimmung

DAS-Afrika-Pressespiegel KW 37: Aufbruchstimmung

Nationaler Dialog zur anglophonen Krise in Kamerun angekündigt: Kameruns Präsident Paul Biya hat einen nationalen Dialog angekündigt, der die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Zentralregierung und anglophonen Separatisten beilegen soll. Entsprechendes gab er am Dienstag in einer Fernsehansprache bekannt. Biya rief die Kämpfer der Separatisten dazu auf, ihre Waffen niederzulegen, in einen Dialog zu treten und bot ihnen darüber hinaus Amnestie an. Zudem versprach er zahlreiche Reformen, insbesondere im Bildungssektor, und größere politische sowie wirtschaftliche Partizipations-möglichkeiten für den englischsprachigen Teil des Landes.

Auch wenn die Rede des seit 37 Jahren regierenden Präsidenten größtenteils positiv aufgenommen wurde, sehen Kritiker wesentliche Forderungen der Separatisten nicht erfüllt. So verkündete Biya entgegen der Erwartungen keine Begnadigung inhaftierter Führer und Kämpfer der Separatisten. Im anglophonen Teil des zentralafrikanischen Landes war es 2016 nach Protesten von Lehrerinnen und Lehrern gegen die französischsprachige Dominierung der Bildung zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Protestierenden und Sicherheitskräften gekommen. Der Konflikt hat sich seitdem zunehmend verschärft. Schätzungen der Vereinten Nationen gehen von etwa 500.000 geflüchteten Menschen und 2000 Todesopfern aus.

Wiederaufnahme von Gesprächen für Übergangsregierung im Südsudan …

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