DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 39: Ernste Konsequenzen

DAS-Afrika-Pressespiegel, KW 39: Ernste KonsequenzenEntwicklungszusammenarbeit mit Sambia vorerst eingestellt: Großbritannien, Finnland, Irland und Schweden haben ihre Zahlungen im Rahmen bilateraler Entwicklungszusammenarbeit (EZ) mit Sambia vorerst eingestellt. Grund dafür ist der erhärtete Verdacht der Veruntreuung von über 4 Mio. US-Dollar an Entwicklungshilfe-Geldern seit 2012 durch die sambische Regierung. Betroffen sind vor allem die Ressorts Gesundheit, Bildung sowie die staatliche Basisversorgung und kommunale Entwicklung.

So sollen beispielsweise die Gelder statt in Pensionszahlungen in teure Autos einiger Minister und Beamten geflossen sein. Auch sind aus internationaler EZ finanzierte Medikamente aus Lagerhäusern verschwunden. Während Ermittlungen eingeleitet wurden, formiert sich Kritik an der Aussetzung der Zahlungen, die die Wirksamkeit dieser Maßnahmen anzweifelt und auf die negativen Auswirkungen auf die eigentlichen Empfänger der Gelder hinweist. Präsident Edgar Lungu hat auf die Anschuldigungen bereits reagiert und seinen Minister für staatliche Basisversorgung und kommunale Entwicklung entlassen. Abzuwarten bleibt, ob auch die deutsche Regierung Konsequenzen ziehen wird, immerhin liegt der Schwerpunkt der deutschen EZ in den Bereichen Good Governance und speziell der guten finanziellen Regierungsführung.

Verhaftungen nach gewalttätigen Auseinandersetzungen in Äthiopien …

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