DAS-Afrika-Pressespiegel KW 40: Weitreichende Entscheidungen?

Togo: Erste Frau zur Regierungschefin ernannt: Bereits am vergangenen Freitag akzeptierte der togolesische Präsident Faure Gnassingbé den Rücktritt von Premierminister Komi Sélom Klassou und seiner Regierung. Der Schritt kam nicht unerwartet: Bereits nach den Präsidentschaftswahlen im Februar dieses Jahres war der bevorstehende Rückzug Klassous, der seit 2015 im Amt war, angekündigt worden. Auf Grund der Corona-Pandemie zögerte sich der Rücktritt jedoch hinaus.

Anfang dieser Woche ernannte Gnassingbé dann Victoire Sidémého Tomegah Dogbé zu der ersten Frau an der Spitze der Regierung des westafrikanischen Landes. Als enge Vertraute des Präsidenten war die 60-Jährige seit 2009 seine Stabschefin und bekleidete seit 2008 mehrere Ministerposten, darunter das Amt der Entwicklungsministerin. Während Gnassingbé, dessen Sieg bei den Präsidentschaftswahlen im Februar nur nach einer umstrittenen Verfassungsänderung möglich wurde, sich wachsender Opposition im Land gegenübersieht, gilt Dogbé als erfahrene Reformerin im Kampf gegen Armut und Jugendarbeitslosigkeit. Ihre Aufgabe wird darin bestehen, das Land in einer Zeit zu regieren, in der es, von der durch die Coronavirus-Pandemie verursachten Weltwirtschaftskrise, hart getroffen wird. Die Weltbank kündigte am 11. September die Freigabe von 70 Millionen Dollar für Togo an, um das Land bei der Erholung seiner Wirtschaft zu unterstützen, deren Wachstum von 5,3 Prozent im Jahr 2019 auf ein Prozent im Jahr 2020 zurückgehen dürfte.

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