DAS-Afrika-Pressespiegel KW 48: Wahlmarathon

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Präsidentschaftswahl in Guinea-Bissau: In Guinea-Bissau öffneten am vergangenen Sonntag die Wahllokale für die Wahl eines neuen Präsidenten. Neben dem amtierenden Präsidenten Jose Mario Vaz traten elf weitere Kandidaten an, darunter auch Domingos Simoes Pereira und Umaro Cissoko Embalo, die beide unter Vaz als Premierminister dienten und als Sieger aus der Wahl am Sonntag hervorgingen. Offiziellen Ergebnissen zufolge erreichte Pereira von der African Party for Independence of Guinea and Cape Verde (PAIGC) 40% der Stimmen, gefolgt von Embalo vom Movement for a Democratic Alliance (MADEM) mit 28%. Vaz, der 2014 noch für die PAIGC angetreten war und nun als unabhängiger Kandidat sein Amt verteidigen wollte, konnte hingegen gerade einmal 12% der Stimmen für sich gewinnen.

Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen konnte, ist eine Stichwahl zwischen den zwei Spitzenkandidaten Pereira und Embalo für den 29. Dezember vorgesehen. Für Guinea-Bissau stellt die Wahl einen Meilenstein im demokratischen Konsolidierungsprozess dar: Vaz ist der erste demokratisch gewählte Präsident des westafrikanischen Landes, der seit der Unabhängigkeit von Portugal im Jahr 1974 seine Amtszeit ohne einen Putsch beenden konnte. Dennoch gilt er als politisch umstritten. Während seiner Amtszeit entließ Vaz insgesamt sieben seiner Premierminister und auch im Kampf gegen Korruption und den Kokainschmuggel von Südamerika über Guinea-Bissau nach Europa konnte er nicht überzeugen. Seine Wahlniederlage erkannte er inzwischen an.

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