DAS-Afrika-Pressespiegel KW 50: Wer die Macht hat, …

Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo wiedergewählt: Bei den Wahlen am vergangenen Montag in Ghana gewann Amtsinhaber Nana Akufo-Addo knapp mit 51,59% der Stimmen. Somit kann der 76-Jährige seine zweite Amtszeit über vier Jahre als Staatsoberhaupt des westafrikanischen Landes antreten. Der Oppositionsführer und ehemalige Präsident John Mahama erhielt 47,36%. Während die Ergebnisse der Präsidentschaftswahl bereits zwei Tage nach dem Urnengang verkündet wurden, dauert die Auszählung der Parlamentswahl weiterhin an. Die Wahlbeteiligung lag bei 79% und damit auf dem gleichen Niveau wie zuletzt 2012. Einige wenige Wahllokale öffneten verspätet und vereinzelte Fälle von Wahlmanipulationen wurden von der Wahlkommission gemeldet. Es gab jedoch keine größeren Zwischenfälle in den 38.000 Wahllokalen des Landes. Lokale und internationale Wahlbeobachter attestierten transparente, freie und faire Wahlen. Dennoch erkannte der 62-Jährige Mahama das Wahlergebnis nicht sofort an und gibt an, dass seine Partei, der National Democratic Congress (NDC), die parlamentarische Mehrheit gewonnen habe. Er warf Akufo-Addo vor, das Militär zu Hilfe gezogen zu haben, um das Ergebnis zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Die Regierung widersprach den Anschuldigungen umgehend. Es ist bereits das dritte Mal in Folge, dass die beiden Kandidaten gegeneinander antreten. 2012 gewann Mahama knapp, bei den Wahlen 2016 setzte sich der heute 76-jährige Akufo-Addo mit seiner New Patriotic Party (NPP) durch. In diesem Jahr bewarben sich insgesamt 12 Kandidatinnen und Kandidaten um das Präsidentenamt, darunter Nana Konadu Agyeman-Rawlings, die Witwe des kürzlich verstorbenen, vormaligen Präsidenten Jerry John Rawlings. Seit der Verfassungsänderung zur Mehrparteiendemokratie 1992 gab es in Ghana sieben Wahlen mit vier friedlichen Machtübergaben. Stets akzeptierten die beiden wichtigsten Parteien NPP und NDC die Wahlergebnisse. Etwaige Streitigkeiten wurden auf dem Rechtsweg ausgetragen.

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