Der Grand Prix der Weltmusik geht an … Rokia Traoré aus Mali

Der Grand Prix der Weltmusik geht an … Rokia Traoré aus Mali

Das Olympia in Paris ist der Austragungsort für diese wichtigen Auszeichnungen. In jedem Jahr werden von der SACEM, der Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger diese internationalen Preise vergeben. „Der bisher größte Erfolg in meiner Karriere“ so Rokia Traoré anlässlich ihrer Auszeichnung. Als Tochter eines Diplomaten lebte sie an vielen Orten dieser Welt, in den USA, in Asien und in Europa. Soziologie hat sie in Brüssel studiert, bevor sie ihre eigene Musik kreiert hat. Rokia Traoré ist aktiv als Sängerin, Komponistin, Interpretin und Gitarristin. Zu zwei Filmen, „Kiriku und die wilden Tiere“ sowie „Die Kinder dieser Welt“ hat sie die Musik geschrieben. Ihre Kompositionen sind geprägt von ihrem eigenen unverwechselbaren Stil, ausgedrückt in ihren Liedern, gespielt mit traditionellen und elektronischen Instrumenten.

In über 18 Ländern und bei zahlreichen Festivals über den Erdball verteilt, zieht die malische Interpretin und Sängerin das Publikum in ihren Bann. Sie versteht es ihr Publikum mit einzubeziehen die begeistert ihren Darbietungen in Bambara, Französisch und Englisch lauschen.

In ihrem letzten Album „Beautiful Africa“ zeigt Rokia die ganze Bandbreite ihres Könnens. Die vielfältigen Themen, die sich in ihren Liedern widerspiegeln wechseln ab mit sehr persönlichen Eindrücken und Erfahrungen, mit einer Hommage an die afrikanischen Frauen und an ihre Freunde.

Sie selbst bezeichnet ihre Musik weder als Pop, noch als Jazz noch als Klassik oder Volksmusik.  Für sie ist es aktuelle gegenwärtige Musik mit traditionellen Instrumenten. Mit ihrem eigenen Stil verkörpert die malische Sängerin mit ihrer mal leisen und sanften und wieder lauten Stimme die Kulturen ihres Herkunftslandes und der westlichen Welt.

Ihre ausdrucksstarke Stimme löst beim Zuhören Bilder aus von einem Afrika, schön und erfindungsreich, mutig und widersprüchlich zugleich. Frauen sind immer wieder ein Thema in ihren Liedern. Sie ermuntert die Jugend nicht nachzulassen in ihren Bestrebungen nach Freiheit, bereit zu sein zu lernen. Immer wieder thematisiert Rokia Traoré in ihren Aufführungen die Wichtigkeit, offen zu sein für eine universelle und bunte Welt.

Es ist immer ein fabelhaftes Erlebnis, die malische Künstlerin live auf der Bühne zu erleben mit ihrer außergewöhnlichen Mischung aus traditionellen und modernen Elementen.

Immer wieder betont sie in Gesprächen die Unterstützung, die sie erfahren hat auf dem Weg zu ihrem Erfolg – ein Motiv für sie, einen Verein zu gründen, („Association Passerelle“) zur Förderung junger Künstler. (Theresa Endres, Text und Foto)