Deutsche Firmen und ihr Glück in Afrika: Zum BMWI „Wirtschaftsnetzwerk Afrika“ mit der Glücksvision für deutsche Unternehmer

Deutsche Firmen und ihr Glück in Afrika: Zum BMWI „Wirtschaftsnetzwerk Afrika" mit der Glücksvision für deutsche Unternehmer

1. Zu diesem Slogan einige Bemerkungen: vor uns liegt unser Nachbarkontinent, geopolitisch strukturiert in 54 Staaten und mit 1,3 Mrd. Bevölkerung. Er bietet großen Reichtum und Armut zugleich. Schon einige Jahre sprechen wir vom Aufbruch der so vielfältig geprägten Gesellschaft des Kontinents – ohne dabei die Verhältnisse und Prozesse mit Glück zu verbinden. Wo finden wir Glück in Afrika?

Nur die Menschen, die heute weiterhin im naturverbundenen Lebensraum und ihrem Lebensstil ihre Traditionen bewahren, führen doch mit der Natur ihr glückliches Leben! Aber mit Sicht auf die Größe des afrikanischen Festlandes und seiner Inseln haben Klimakatastrophen und von Menschen selbst entzündete Kriege und Terror eine gefährliche Armut mit Hunger für den größten Teil der Bewohner erzeugt, und wir finden dort für sie kein glückliches Leben.

Dennoch, Glück entwickelte sich für begüterte, z.T. sehr korrupte Schichten der Bevölkerung, d.h. für die Eliten. Mit deren gewachsenem Machtfaktor wurde auch die wirtschaftliche Entwicklung wesentlich bestimmt.

Und doch besteht Hoffnung, dass sich nunmehr nach 60-jähriger Unabhängigkeit der 54 Staaten, diese in ihren demokratischen Entwicklungen zu spürbarer Stärke gelangen und ihren Menschen Existenz und Würde sichern können.

2. Wo und wie können deutsche Firmen Glück in Afrika finden? Letztendlich nur im erfolgreichen Business! Das BMWI hat mit dem „Wirtschaftsnetzwerk (WNV) Afrika“ ein neues Förderinstrument geschaffen und wird damit die Investitionsaktivitäten der deutschen Firmen intensivieren.

Damit soll die Überwindung der von den Firmen gesehenen Risiken und ihre Zurückhaltung im Afrikageschäft erreicht werden. Voraussetzung ist die Suche nach zuverlässigen potenziellen Partnern im Land, also vor Ort in Afrika, und die bessere Kenntnis der lokalen Konditionen für ein Investment.  D.h. aber, nicht nur die Firmen aufmerksam zu machen, sondern Geschäftsfälle heranholen, ihre Identität und Machbarkeit prüfen. Obwohl die traditionelle Außenhandelsförderung in Händen des BMWI liegt, müssen wir uns nun nicht in der Entwicklungstheorie verlieren (z.B. mit verschiedenen Konzepten wie Pro Afrika ), statt konkrete Marktarbeit für Investitionen in Afrika mit den Unternehmen zu praktizieren.

Selbst der vom BMZ aufgestellte „Marshallplan“ ist ein verbales Programm geblieben. Wer hat’s verstanden? Der Zug der Zeit nach Afrika verlangt stärkeren Einfluss auf das Engagement der deutschen Firmen für die Chancennutzung, die in der Expansion der afrikanischen Wirtschaft liegen.

 3. Marktarbeit qualifizieren und kooperatives Arbeiten. Die harte Konkurrenz von außen ist in einer Reihe von Ländern gut etabliert, ganz nach dem Wunsch der afrikanischen Politiker. China, Indien oder Golfstaaten stehen vordergründig im Investment, besonders gerichtet auf die Ressourcennutzung. Ob die Vorgehensweise und Konditionen der staatlichen Anbieter dieser Länder den Afrikanern passen, merken sie erst viel später an den Ergebnissen, ob die dem Land und vor allem ihren Menschen auch notwendigen Nutzen brachten.

Trotzdem sollten wir Möglichkeiten erwägen, auch in Abstimmung mit den afrikanischen Partnern, über Kooperationen in bestimmten Projekten mit den asiatischen Investoren zu sprechen, weil unsere technischen Potenziale Anreize geben können. Die vom Netzwerk vorgesehene Beraterhilfe sehe ich erweitert auf konzeptionelle Vorschläge von vor Ort, d.h. von unseren im Ausland tätigen Repräsentanzen.

Denn wer soll wohl detaillierter Entwicklungsvorhaben im jeweiligen Land aufgreifen können, als die Experten von Büros der AHK, der DEG u.a., und diese für eine effektivere Bearbeitung unseren Unternehmen vorgeben. Eingeschlossen sind neue Kontakte mit potenziellen afrikanischen Partnern für die Projektarbeit mit unseren Firmen. Diese Möglichkeiten müssen wir viel intensiver nutzen.

Progressiv ist die Ankündigung vom WNW zu einem Praxistest mit 3 Pilotprojekten. So sehe ich z.B. das Ghana Projekt „Lebensmittelverarbeitungstechnik-und Logistik“, in dessen Strategie eine Erweiterung mit der von mir initiierten Errichtung eines Industriepark-Projekts konzipiert werden könnte. Da die Agrarwirtschaft im Entwicklungsfokus der Länder steht, ist die agrarwirtschaftliche Modernisierung besonders für die Existenz der Farmerfamilien wichtig.

Worauf ich unbedingt orientieren will, ist die Sensibilisierung von Firmen Ostdeutschlands für den Blick auf Afrika’s Märkte. Ich bin überzeugt, dass dort aus früherer Zeit Erfahrungen liegen, und die Firmen mit ihren heutigen produktiven Kapazitäten (z.B. im Schienenfahrzeugbau, den Verarbeitungstechnologien, Bergbauausrüstungen u.a ) operieren und an Entwicklungsprojekten mitwirken können.

Nur mit all diesen und im Programm des WNW Afrika enthaltenen Aspekten, soll den deutschen Firmen genügend Mut für eine progressive Geschäftigkeit gegeben werden.

Sie müssen heute die bestehenden Chancen in einem konstruktiven Herangehen nutzen, um Marktanteile zu sichern. Schließlich wird mit hart erkämpften, befriedigenden und guten Geschäftsergebnissen auch das Glück deutscher Firmen für ihr Engagement in Afrika liegen.

Deutsche Technik und Know-how haben in Afrika einen guten Ruf und bleiben gefragt! Glück auf!