Deutschlandseminar für Nachwuchspolitiker aus den Ländern des südlichen Afrikas

Deutschlandseminar für Nachwuchspolitiker aus den Ländern des südlichen Afrikas

Auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung sind diese Woche Nachwuchspolitiker aus dem südlichen Afrika (Angola, Dem. Rep. Kongo, Kenia, Mosambik, Namibia, Simbabwe, Südafrika und Tansania) zu Gast in Berlin und Hannover. Das Deutschlandseminar wurde vom Team Inlandsprogramme organisiert und wird von Herrn Dr. Bernd Althusmann, Leiter des Auslandsbüros Namibia und Angola, begleitet.

Die Konrad-Adenauer-Stiftung hat 12 jüngere, zum Teil auch parlamentserfahrene Politiker aus verschiedenen Ländern des südlichen Afrika eingeladen, um am diesjährigen Inlandsprogramm vom 05. bis 10. Oktober 2014 in Deutschland teil zu nehmen. Bei der Delegation unter Leitung des Auslandsbüros für Namibia und Angola mit Sitz in Windhoek handelt es sich um ausgewählte Nachwuchspolitiker verschiedener Parteien, die aufgrund ihres politischen Potenzials und ihres bisherigen Einsatzes in ihren Heimatländern aller Voraussicht nach mittelfristig Führungsfunktionen in Politik oder Verwaltung einnehmen werden. In einer Vielzahl von Ländern des südlichen Afrika deutet sich mit Blick auf die zurückliegenden Wahlen, z. B. in Südafrika, oder die noch anstehenden Wahlen, z. B. im November in Namibia, ein fortschreitender Generationswechsel an.

Bei der Stabilisierung und Stärkung demokratischer Strukturen in den Ländern des südlichen Afrika wird es deshalb in den nächsten Jahren entscheidend auf die künftigen Politiker-Generationen ankommen, die in ihren Ländern bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Es zeichnet sich hier eine neue Generation von Politikern ab, die auf Basis der Wahrung und Stärkung demokratischer Grundrechte und mit Weltoffenheit sowie Toleranz die Zukunft ihrer Länder zum Wohle der Menschen gestalten möchte. Diesen Weg gilt es, zu unterstützen. Die Unterschiede und Möglichkeiten zwischen den Ländern sind jedoch teilweise noch erheblich. Das Bekenntnis zu Demokratie und Menschenrechten weicht unter Umständen von der Realität ab, zum Teil sind auch Rückschritte erkennbar.

Deshalb möchte die Konrad-Adenauer-Stiftung im Rahmen dieser Delegationsreise einen Beitrag dazu leisten, die Teilnehmer einerseits über das parlamentarische System der Bundesrepublik Deutschland, die Beziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen und das demokratische, freiheitliche Werteverständnis in Deutschland umfangreich zu informieren. Der Dialog und Gedankenaustausch mit Vertretern verschiedener politscher Verantwortungsebenen steht dabei im Vordergrund. Die Teilnehmer sollen so auf ihre künftigen Aufgaben in ihren Ländern des SADC-Verbundes vorbereitet werden. Andererseits will dieses Programm mögliche „Leader-Persönlichkeiten der Zukunft“ aus verschiedenen Ländern zusammenführen, um sich besser kennen zu lernen und so mehr über die Unterschiede zwischen den Ländern des südlichen Afrika durch den direkten Dialog untereinander zu erfahren. (KAST, Text + Foto)

Bild:
Die Delegation mit Dr. Althusmann (hintere Reihe, 2. v. l.) traf in Berlin den stellv. Leiter der Hauptabteilung Europäische und Internationale Zusammenarbeit, Herrn Priess (vordere Reihe, 3. v. l.), Frau Ostheimer (mittlere Reihe, 2. v. r.), Leiterin Team Afrika, Frau Lerch (hintere Reihe, 1. v. l.), Referentin Team Afrika, sowie den Referenten vom Team Inlandsprogramme für Deutschlandseminare, Herrn Bohnet (hintere Reihe, 1. v. r.) zum Gespräch in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung.